22.03.2016, 13:47  von Ingrid Krawarik

Das ewige Potenzial der Immo-Werte

Bei Immo-Aktien heißt es genau hinschauen. / Bild: WB

Immobilienaktien zählen fundamental zu den günstigsten Aktien. Das allein ist aber noch keine Auszeichnung.

Wien. Sechs Aktien weist der Immobilien-ATX aus und keine davon ist heuer im Plus. Der Index selbst (minus 4,5 Prozent) wird von der gewichtigen Immofinanz (minus 12,7 Prozent) nach unten gezogen. Einzig Atrium Real Estate, die aus der Meinl European Land hervorgegangen ist, aber schon lang nichts mehr mit dieser zu tun hat, schafft seit Jahresanfang ein kleines Plus von 0,28 Prozent. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich dieses Unternehmen, das hauptsächlich in Osteuropa Einkaufszentren betreibt, gegenüber der Konkurrenz behaupten kann.

Auch auf Einjahressicht gab es mit der breiten Masse der Immobilienwerte nichts zu holen, der Index liegt mit minus 9,1 Prozent unter Wasser.

Gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis notieren Buwog und Conwert bereits über Buchwert. An den Net Asset Value (NAV), der das Immobilienvermögen eines Konzerns bewertet, kommt derzeit nur Wohnungsspezialist Buwog heran. Der CA Immo fehlen etwa 32 Prozent, der Conwert 21 Prozent zum NAV, bei der Immofinanz sind es 105 Prozent. Diese Werte sind theoretisches Kurspotenzial, denn diese Abschläge zum inneren Wert der Aktien gibt es seit Jahren und sie sind oft historisch bedingt.

Mangel an Transparenz

Interessant ist der Vergleich ausgewählter Kennzahlen (s. Tabelle), die teils sehr ungern und in manchen Fällen nur nach mehrmaligem Nachfragen von den einzelnen Unternehmen herausgegeben wurden. Sehr transparent erwiesen sich nur Conwert und CA Immo, die übersichtliche Geschäftsberichte liefern.

Potenzielle Investoren schauen nämlich nicht nur auf den NAV, sondern auch auf Werte wie Cashflow, Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad, die in die Bewertung vor einem Aktienkauf miteinbezogen werden sollten.

(WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2016-03-22)

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