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03.12.2012, 10:22 von dpa/red.
Sie hat 160 Zeichen und auf gewissen Weise die Kommunikation revolutioniert: Heute wird die SMS 20 Jahre alt. Am 3. Dezember 1992 wurde das erste SMS in England versendet. Der britische Ingenieur Neil Papworth soll vom Computer seines Arbeitgebers, dem englisch-französischen IT-Dienstleister Sema Group, die erste SMS der Welt an ein Handy geschickt haben. Die Abkürzung SMS steht für "Short Message Service", also Kurznachrichten-Dienst. Empfänger war Richard Jarvis von Vodafone. Die Nachricht enthielt der Überlieferung zufolge nur zwei Worte: "Merry Christmas".
Auch heute noch zweistellige Zuwäche
In den ersten Jahren hat sich die Nutzung des SMS explosionsartig entwickelt. Selbst heute verzeichnet es noch zweistellige Zuwächse. Konkret wurden 2011 in Österreich 7,2 Milliarden SMS versendet. Das entspricht einer Steigerung von rund 13 Prozent gegenüber 2010 (6,4 Mrd.), wie das Forum Mobilkommunikation mitteilt. Auch im ersten Quartal 2012 konnte gegenüber dem ersten Quartal des vorigen Jahres eine Steigerung von knapp 12 Prozent erreicht werden.Die meisten SMS werden übrigens zum Jahreswechsel gesendet: So werden in wenigen Stunden rund 66 Millionen SMS verschickt.
Sprachphänomen
Ein Erfolg ist die SMS nicht nur aus technischer Sicht. Sie gilt auch als Ursache, dass sich neue Sprachphänomene entwickelt haben. So wird zwischenmenschliche Zuneigung seit der SMS-Erfindung etwa gerne mal mit "ILD" (Ich liebe Dich) oder auch "HDL" (Hab Dich lieb) gekürzelt. Professor Peter Schlobinsky, Germanist an der Universität Hannover und Deutschlands bekanntester SMS-Sprachforscher, sieht darin nichts Bedenkliches, wie er der Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Vielmehr sei diese "Sprachökonomie" eine ganz "normale Anpassungsform an die technischen Voraussetzungen". Die SMS sei gerade deshalb so beliebt, weil man sich in "effizienter und effektiver Form" anderen Menschen mitteilen
Neue Dienste
Trotz ungebrochener Beliebtheit der SMS-Nachrichten ist deren Zukunft ungewiss. Die zunehmende Verbreitung internetfähiger Smartphones und Tablets schafft neue Möglichkeiten. So sind neue Nachrichten-Onlinedienste wie WhatsApp, Twitter und soziale Netzwerke auf dem Vormarsch.
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