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21.12.2012, 15:12 von Stefan Mey
Wien. Drohnen werden, wie vom WirtschaftsBlatt berichtet, in der Vermessung von Bahnstrecken, der Dokumentation von Baufortschritten und der Erstellung von Image-Filmen verwendet; Utopisten träumen von einem Netz aus Drohnen-Lieferanten, das Waren in entlegene afrikanische Dörfer bringen soll. Und wer noch ein kreatives Weihnachtsgeschenk sucht, der kann dem technikaffinen Nachwuchs eine Spielzeug-Drohne schenken.
Die „AR Drone 2" vom französischen Hersteller Parrot kostet im Online-Handel 300 €. Sie ist mit vier Rotoren ausgestattet und erfüllt die Anforderungen, die Laien an das Flugverhalten an ein solches Gerät haben. Als Bonus enthält sie eine Kamera mit HD-Auflösung (720p), mit der sie während des Flugs fotografieren und filmen kann. Diese Bilder kann die Drohne während des Flugs live an das Smartphone oder den Tablet-PC schicken - denn gesteuert wird das Fluggerät über eine App. Die Filme können anschließend angesehen und ins Web geladen werden (siehe Beispiel-Video rechts aus Ostösterreich).
Da „AR" für „Augmented Reality" steht, können mit der Drohnen-Kamera Spiele in der erweiterten Realität gespielt werden: Während des Flugs sieht der User das Kamerabild auf seinem Bildschirm, angereichert um virtuelle Gegenstände, die er fliegend einsammeln muss, sowie Außerirdische, die es abzuschießen gilt.
Für Tüftler: Arducopter
Die „AR Drone" ist ein gutes Spielzeug für den Massenmarkt. Wer aber lieber selbst lötet, tüftelt und Hand anlegt, für den sind die „DIY-Drones" wohl die bessere Wahl. Sie kommen mit verschiedenen Bauteilen zu einem Preis ab 250 $ (190 €).
Ähnlich wie die „AR Drone" hat der „Arducopter" von DIY-Drones mindestens vier Rotoren; im Herzen schlägt eine kleine Platine, ein so genannter „Arduino" - dabei handelt es sich um einen Microcontroller, der auf dem offenen Betriebssystemen Linux basiert und dazu dient, Reize aus Sensoren aufzunehmen und anschließend Handlungen auszuführen. Von twitternden Zimmerpflanzen über funktionierende Geiger-Zähler bis zum Arducopter wurden die verschiedensten Projekte mit diesem Stück Technik erstellt (siehe dazu auch das TED-Video rechts).
Journalist wurde zum Tüftler-Messias
Hinter DIY-Drones steht kein geringerer als Chris Anderson, ehemaliger Chefredakteur des „Wired". Mit seinem revolutionären Buch „The Long Tail" hat er bereits ökonomische Veränderungen durch das Internet beschrieben; nun predigt er eine neue industrielle Revolution, bei der sich Menschen Gebrauchsgegenstände selbst drucken - erste Teile des Arducopter sind in einem 3D-Drucker entstanden.
Wer also Teil dieser neuen Welt des Selbermachens sein möchte, der kann auf Chris Andersons Arducopter setzen und ganze Wochenenden tüftelnd zwischen 3D-Drucker und Arduino-Board verbringen - wer allerdings einfach nur ein nettes Spielzeug sucht, der ist mit der „AR Drone" bestens bedient. So oder so lautet die Empfehlung der Redaktion: Fliegen Sie vorsichtig - für jegliche Zusammenstöße mit Raubvögeln und anderen Fluggeräten übernehmen wir keine Haftung.
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