19.01.2013, 14:07

Dotcom: Nachfolger von Megaupload mit Mega-Schutz

Kim Dotcom schaltet wieder eine Online-Plattform frei / Bild: EPA (DAVID ROWLAND)

Online-Plattform. Der unter Beschuss stehende Kim Schmitz kündigte für seine neue Plattform Sicherheit "auf militärischem Niveau" an - es sei "alles legal", sagt er. Die USA ermittelt gegen Dotcom wegen Urheberrechtsverletzungen.

Wellington. Während der Internet-Unternehmer Kim Dotcom auf eine Entscheidung über seine Auslieferung in die USA wartet, setzt er einen Nachfolger für die Daten-Plattform Megaupload auf. Alles legal, betont Dotcom, dem in Amerika massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Megaupload-Gründer Kim Dotcom will seine neue Daten-Plattform schwerer angreifbar machen. Der Dienst Mega, der am Sonntag starten soll, werde seinen Nutzern Verschlüsselung "auf militärischem Niveau" bieten, kündigt Dotcom an. Die neue Daten-Plattform sei legal und rechtlich abgesichert, wofür "eine Armee von IT-Anwälten" gesorgt habe.

Auslieferungsansuchen

Vor einem Jahr hatten US-Behörden Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen und die Plattform vom Netz genommen. Dotcom - der in Deutschland unter seinem ursprünglichen Namen Kim Schmitz bekannt geworden war - kam in Neuseeland nach einer Razzia für mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Die Entscheidung über seine Auslieferung an die USA zieht sich hin, auch wegen rechtlicher Fehler der neuseeländischen Behörden.

Dotcom gibt sich kämpferisch: "Wir haben nichts Illegales getan. Wir werden das vor Gericht beweisen. Es sollte keine Auslieferung geben." Für den Fall einer Auslieferung sei er dennoch gewappnet: "Wenn ich diesen Kampf in den USA weiterführen muss, werde ich es tun." Er wolle mit seiner Familie in Neuseeland weiterleben, befürchte aber, von nun an unter besonderer Beobachtung der Behörden zu stehen.

Film- und Musikbranche die Hauptgegner

Megaupload war eine Hosting-Plattform, bei der die Nutzer alle Arten von Daten hochladen und abrufen konnten. Nach Angaben der US-Behörden wurde der Dienst auch massenhaft dafür genutzt, illegal kopierte Filme und Musik hochzuladen und über Internet-Links anderen zugänglich zu machen. Megaupload verdiente dabei nach Darstellung der amerikanischen Ermittler Millionen. Dotcom weist die Vorwürfe zurück und spricht von politischer Einflussnahme und einer Kampagne der Inhalte-Anbieter aus Film- und Musikbranche.

Viel Speicher und Speed

Medienberichten zufolge sollen die Nutzer bei Mega standardmäßig 50 Gigabyte Speicherplatz bekommen. Für Gebühren von bis zu 30 Dollar pro Monat soll es bis zu 4 Terabyte Speicher und einen schnelleren Datendurchsatz geben.

Nach dem Aus von Megaupload konnte kein Nutzer mehr auf seine Daten zurückgreifen, auch wenn es sich dabei um legale eigene Dateien handelte.

 

 

(APA/dpa)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

05.02.2016, 06:32

Mozilla zieht bei Firefox OS den Stecker

03.02.2016, 10:43

Wiener Start-up "Zoomsquare" baut auf Deutschland

02.02.2016, 10:44

WhatsApp hat eine Milliarde Nutzer & wirft Fragen auf

Kommentare

0 Kommentare

02.02.2016, 06:15

Ein Wiener Start-up sorgt für Aufsehen

Das Start-up Luke Roberts hat eine smarte LED-Leuchte entwickelt. Nun wird die Produktion geplant.

01.02.2016, 20:04

Stolpersteine für das smarte Haus

Smart Home und Haushaltsroboter haben ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Der Nutzen ist aber noch gering. Für die Verbreitung braucht es weitere Forschung und konkrete Anwendungsfälle.

01.02.2016, 11:11

Apple-Fail: iPhone für 23.286.826 Minuten gesperrt

Ein Sicherheitsfeature von Apple sorgt dafür, dass manche iOS-Geräte bis zu 40 Jahre gesperrt werden. Doch so viel Geduld muss niemand aufbringen...

01.02.2016, 10:37

MIT-Studenten & Elon Musk entwickeln "Hyperloop"-Kapseln

Studenten vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben den Zuschlag erhalten, einen Prototypen der Hyperloop-Kapsel zu bauen. Das Projekt von Elon Musk soll Menschen mit mehr als 1000 km/h von San Francisco nach Los Angeles befördern.

30.01.2016, 10:06

Apple bildet Expertenteam für Datenbrillen

Um im Rennen mit Facebook und Microsoft um das große Geschäft mit Datenbrillen die Nase vorn zu haben, hat Apple ein geheimes Team von Hunderten Experten zusammengestellt, berichtete die "Financial Times".

Digital Business Trends

Umfrage

  • Wie bewerten Sie das österreichische Bildungssystem?
  • sehr gut
  • gut
  • befriedigend
  • genügend
  • nicht genügend

Die Redaktion empfiehlt