14.02.2013, 14:10  von Wolfgang Drucker

Microsofts Surface unter der Lupe

Bild: Microsoft

Tablet. Microsoft will mit dem Tablet-PC "Surface" als Gerätehersteller richtig durchstarten. Im ersten Test punkten die Businessfunktionen.

Wien. Vor rund zehn Jahren war der erste Tablet-PC für Microsoft ein Flop, ähnlich erfolglos später der MP3-Player Zune. Nun soll alles besser werden. Um von dem wachsenden Tablet-Markt profitieren zu können, hat Microsoft das Betriebssystem Windows 8 und die mobile Version Windwos RT auf die Bedienung via Touch-Display abgestimmt. Und um Apple, Google oder Samsung etwas entgegenhalten zu können, stellt Microsoft nun auch einen eigenen Tablet-PC her. Vier Monate nach dem US-Verkaufsstart ist das Surface ab heute in Österreich verfügbar.

Arbeitsgerät

Das besondere an dem Tablet-Computer ist die Kombination aus Arbeits- und Entertainment-Gerät. Das Surface punktet also nicht mit auffallendem Design oder überraschend neuen Ideen, sondern mit gewohnten Kleinigkeiten. Office-Programme wie Word, Powerpoint und Excel sind in der „Home & Student-Version" bereits vorinstalliert. Überall verfügbar werden die Dokumente mit Microsofts Cloud-Speicher „Skydrive". Zusätzlich gibt es aber auch einen USB-Eingang. Unbedingt notwendig ist er in Zeiten der Cloud nicht - für das Tauschen von Bildern oder Dokumenten ist es aber einfach praktisch.

Zu guter Letzt kann der eingebaute Speicher per Micro-SD-Karte erweitert werden. Microsoft möchte somit das Tablet als offenes System verkaufen, der zusätzliche Speicher wird aber auch benötigt: Denn im Vergleich zu anderen Betriebssystemen verschlingt das neue Windows sehr viel Speicher.

Eigene Fabrik

Das Unternehmen meint es ernst mit dem Einstieg ins Hardware-Geschäft. Für die Produktion des Surface habe man sogar eine eigene Fabrik aufgebaut. Dort wird aus einer speziellen Magnesiumschmelzlegierung das Gehäuse des Tablets produziert: So könne das Gerät recht leicht sein, heißt es laut Herstellerangaben. Im ersten WirtschaftsBlatt-Test liegt das Surface ganz gut in der Hand. Das 16:9-Format ist zwar vor allem im Hochformat etwas ungewohnt - das Display kann aber durch einen recht breiten Betrachtungswinkel Pluspunkte sammeln.

In den USA hätte der Verkaufsstart besser ablaufen können. Im Dezember - das Gerät war da bereits zwei Monate am Markt - sagte Craig Berger, Analyst bei FBR Capital Markets, die Nachfrage wäre „enttäuschend" und liege unter den Erwartungen. Microsoft habe die Verkaufszahlen nicht kommentieren wollen, das sei kein gutes Zeichen.

Die Erwartungen des Konzerns sind trotzdem hoch - schließlich habe man in Österreich bei den Händlern eine große Nachfrage registriert, sagt Windows Österreich Manager Stefan Sennebogen.

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Fazit

Pluspunkte: Das Microsoft Surface RT kann vor allem mit den Business-Anwendungen punkten. Es ist einfach praktisch auf gewohnte Programme zurückgreifen zu können.
Auch als Entertainment-Tablet macht das Surface eine gute Figur. Retina-Display - wie das iPad - gibt es nicht. HD-Filme sind dennoch gut und scharf.
Ebenfalls positiv aufgefallen sind die praktischen Kleinigkeiten - ein Standfuß ist bereits eingebaut und im Bundle ist das mitgelieferte Cover auch gleich eine Tastatur.
Minuspunkte gibt es beim Sound: Trotz eingebauten Stereoboxen, sind Kopfhörer oder externe Boxen für Multimediaanwendungen fast unverzichtbar. Auch bei maximaler Lautstärke kommt nicht viel Klang aus dem Tablet.

Preis: Die billigste Variante mit 32 GB-Speicherplatz ohne Cover ist ab 479 € erhältlich.

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