14.02.2013, 22:13  von Christian Renk

E-Commerce: Revolution statt Evolution

Bild: Colourbox

Zahlungsverfahren. Der Online-Handel bringt auch eine grundlegend Änderung bei den Zahlungsmethoden.

Erst Musik, dann Videos, jetzt der Handel: Nach den Unterhaltungsmedien revolutioniert das Internet nun das Einkaufen. Die jährlichen zweistelligen Zuwachsraten im Onlinehandel werden für eine massive Veränderung im stationären Handel sorgen. Nicht nur das Kaufverhalten wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern, auch althergebrachte Zahlungstraditionen werden aufgebrochen - denn erfolgreicher E-Commerce kennt ­weder Landesgrenzen noch Währungszonen.

Herausforderung. Gerade das grenzüberschreitende Bezahlen im Internet stellt speziell die rund 8000 Kreditinstitute in Europa mit ihrer fragmentierten Struktur vor eine große Herausforderung. Schon jetzt stoßen die meist nationalen Lösungen an Grenzen. Gefragt sind schnelle, unkomplizierte und internationale Online-Bezahlverfahren, die es jedem Verbraucher erlauben, in einem österreichischen Webshop einzukaufen, egal ob der User aus Tirol stammt oder aus Großbritannien, Polen oder der Schweiz bestellt.

Amerikanische E-Payment-Verfahren wie PayPal oder Amazon Payments leisten diesen Komfort, doch das Nachsehen haben Kreditinstitute: Ihnen wird das Geld aus dem Bankenkreislauf entzogen und sie verlieren Kunden. Eine Lösung könnten multibankingfähige Direktüberweisungsverfahren auf Basis des ­Onlinebankings sein.

Diese ­Bezahlverfahren sichern Händlern den schnellen
Geld­eingang unabhängig von der Währung. Onlineshopper können schnell und sicher ­international einkaufen und Banken stärken die Beziehung zum Endkunden, weil das Onlinekonto universell einsetzbar wird.

Handlungsbedarf. Die Banken müssen jetzt handeln, die rasende Entwicklung im E-Commerce wird neben dem Einzelhandel auch den B2B-Bereich revolutionieren. Am Ende - das zeigt die Erfahrung mit dem noch jungen Medium Internet - wird der Kunde entscheiden, welche Bezahlform sich durchsetzt.

 

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

28.08.2015, 16:51

Apple Musik-Strategie verliert wichtigen Manager

27.08.2015, 19:55

Apple lässt am 9. September die Katze aus dem Sack

27.08.2015, 12:55

Bundesratspräsident Kneifel: "Gesetznehmung ist wichtiger als Gesetzgebung"

Christian Renk - Country Manager Österreich der Sofort AG

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    26.08.2015, 15:04

    Deutsche Flugsicherung will "Nummernschilder" für Drohnen

    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will mit einem Kennzeichen für private Drohnen am Himmel für Ordnung sorgen. "Je mehr Drohnen wir haben, desto näher müssen die Regeln für den Betrieb sich an denen des bemannten Flugverkehrs orientieren", sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle.

    25.08.2015, 07:00

    Industrie 4.0: Der lange Weg zur Pilotfabrik

    Mit etwas Verspätung wird in Wien Aspern die erste Pilotfabrik eröffnet. Hier sollen sich Wissenschaftler und Unternehmen an die Industrie 4.0 annähern. Noch steckt die Fabrik in der Pilotphase.

    24.08.2015, 17:03

    Dank Brennstoffzelle: Smartphone-Akkus sollen eine Woche durchhalten

    Steht eine Erlösung für Smartphone-Vielnutzer an? Handys müssen täglich nachgeladen werden, es gibt nur minimale Fortschritte bei der Batterietechnik. Mit einer winzigen Brennstoffzelle sollen die Telefone eine Woche durchhalten. Dafür brauchen sie aber Schlitze für den Wasserdampf.

    21.08.2015, 18:13

    Google warnt vor staatlich finanzierten Hackern

    Vor einem ausufernden Cyber-Krieg durch "immer geschicktere Angreifer" hat Googles IT-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck in einem Interview mit dem "Spiegel" gewarnt.

    21.08.2015, 13:35

    Unterhaltungsbranche schrumpft: IFA Berlin soll Trendwende bringen

    Die deutsche Branche der Unterhaltungselektronik erhofft sich von der IFA in Berlin frischen Schwung für das Weihnachtsgeschäft. Nach teils deutlich rückläufigen Zahlen im ersten Halbjahr soll die Messe (4. bis 9. September) eine "Trendwende" einläuten.

    Umfrage

    • Wie oft gehen Sie geschäftlich essen?
    • ein- bis zweimal im Monat
    • Einmal die Woche
    • Mehrmals die Woche
    • täglich