21.01.2013, 16:24  von Evelin Past

Japanische Schulmädchen werden zur Werbefläche

Nackte Haut als Werbefläche / Bild: JAPAN CRUSH

Werbung. Das Motto "Sex sells" hat in der Werbung Gültigkeit wie nie zuvor. Eine japanische Marketingfirma kombiniert jetzt Social Media mit den Oberschenkeln von jungen Frauen.

Traditionelle Werbung im Fernsehen, auf Plakatwänden oder Zeitungen gehört der Vergangenheit an. Marketingfirmen sind längst auf der Suche nach attraktiveren und günstigeren Möglichkeiten ihre Werbebotschaften zu verbreiten. Während viele noch im Fahrwasser von Social Media herumdümpeln, glaubt die  Firma Wit Inc endlich eine Antwort gefunden zu haben, wie die britische Tageszeitung "The Telegraph" berichtet.

Inspiration aus Mangaszene

Das Unternehmen bezahlt junge Japanerinnen dafür, Werbesticker auf ihren Oberschenkel zu tragen. Der Bereich für die Platzierung der Werbebotschaft ist klar definiert, es gibt dafür sogar einen japanischen Begriff, nämlich "Zettai Ryôiki". Wörtlich übersetzt bedeutet er "absolutes Territorium". Gemeint ist jener Bereich nackter Haut bei Frauen, der sich zwischen Strumpf und Rocksaum befindet. Die Bezeichnung stammt aus der Anime- und Mangaszene und hat sich inzwischen in der japanischen Nerd-Kultur etabliert.

Verdienst: Über 100 Euro pro Tag

Wer bei der "absolute Territorium Werbekampagne" mitmachen will muss lediglich drei Kriterien erfüllen: Die Bewerber müssen weiblich sein, über 18 Jahre alt und eine gewisse Anzahl von Freunden bei Facebook, Twitter oder einem anderen Sozialen Netzwerk besitzen. Denn zum Deal gehört auch mindestens zwei Fotos der persönlichen Werbefläche an verschiedenen Orten zu machen und die Bilder in ein Social Network hochzuladen.

Der Job beschränkt sich auf einen Tag „Arbeit", an welchem die Werberin einen Werbesticker auf dem nackten Oberschenkel trägt. Das Tageshonorar beläuft sich auf bis zu 12.200 Yen (ca. 102 Euro).

Sexismus in Japan kein Thema

Während hierzulande bei dieser Form der Werbung schnell moralische Bedenken und Sexismus-Vorwürfe laut werden würden, findet die Idee in Japan Anklang. Die Werbekampagne boomt regelrecht und die Werbefirma kann aus einer Fülle von Bewerbungsanfragen wählen.

 

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