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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 12:37
13.02.2013, 09:32 von Dr. Herbst
An den Produktionskosten kann es kaum liegen, weil T-Shirts, egal von welcher Firma, praktisch immer aus billiger Baumwolle in einem Billiglohnland wie z.B. Bangladesch geschneidert werden. Ende November hat es dort in einer Textilfabrik gebrannt, und wir haben dadurch erfahren, dass sie unter anderem für die Bekleidungskette C&A und eine Marke des US-Rappers Sean „Diddy" Combs geschneidert hat. Die Produktionskosten sollten also für C&A ziemlich die gleichen sein wie für Diddy.
Ein Unterschied liegt natürlich im Design, weil Marken viel schicker sind (oder nicht?).
Aber sogar wenn der Markendesigner ein paar 100.000 € für seinen Entwurf bekommt und der namenlose gar nichts, fällt das bei ein paar 100.000 oder gar Millionen T-Shirts, die von dem Entwurf gefertigt werden, vielleicht mit ein paar Cent ins Gewicht.
Bleibt die Werbung, in die die großen Marken viel Geld stecken, die namenlosen T-Shirt-Erzeuger, deren Produkte im Wühltisch landen, aber nicht. Das kann dann - wieder dividiert durch die Hunderttausenden T-Shirts - ein, zwei, vielleicht drei € Unterschied ausmachen.
Vor allem aber wirkt, was wir oben unter „Marktwirtschaft" erklärt haben: Wenn viele Menschen unbedingt ein bestimmtes Produkt haben wollen, von dem nur eine begrenzte Menge da ist, dann kann man es auch teurer verkaufen - das gilt für Erdbeeren im Februar genauso wie für Markenklamotten.
Du musst nur wissen, ob es dir das wert ist.
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