03.12.2012, 12:22  von Agenturen/past

Vollgas auf der Automesse

Neuer Porsche Cayman: Länger, breiter, schneller / Bild: Porsche

LA Auto Show. Auf der letzten Automesse des Jahres lassen es die Hersteller noch einmal richtig krachen. Die Premieren im Detail und warum sich die weniger verrückten Autos besser verkaufen.

In Kalifornien werden PS-Träume wahr. Obwohl die monströse Autos immer öfter Fahrzeugen mit Vierzylindermotoren, Hybrid- oder gar Elektroantrieb weichen müssen, wird auf der L.A. Motor Show gefeiert

Porsche lässt die neue Generation des Cayman vom Stapel und verspricht mehr Leistung und Tempo bei weniger Gewicht und geringerem Verbrauch. Im Basis-Cayman werkt ein 2,7-Liter-Boxer-Sechszylinder mit 275 PS, der S mobilisiert aus 3,4 Litern Hubraum 325 PS. Tempo 100 sind beim Normalo in 5,4 Sekunden drinnen, beim Cayman S in 4,7 Sekunden.

Nachgeschärfter SLS

Jaguar zeigt mit dem XFR-S, dass selbst eine Limousine zum Leistungsträger taugt. „404 kW/550 PS und 300 km/h machen das Auto zum stärksten und schnellsten Viertürer in der Firmengeschichte", wirbt Markenchef Adrian Hallmark. Mercedes zieht in L.A. das Tuch von einer nachgeschärften Version des SLS mit 464 kW/631 PS. Lamborghini feiert auf einer Party im Umfeld der Messe die Weltpremiere des Aventador Roadster, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h jedem Haarfestiger den Halt austreibt.

Hybride Rennmaschine

Rennsportfreunde verspricht auch Honda. Nachdem der Supersportwagen Acura NSX vor Jahren aufs Abstellgleis geschoben hatten, kündigt sich jetzt eine Neuauflage an. Unter Hondas US-Label Acura mutiert der NSX zum Sporthybriden. Für den Antrieb des 4,33 Meter langen und 1,90 Meter breiten NSX sorgt ein bis zu 3,7 Liter großer V6-Mittelmotor mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe, welches mit zwei Elektromotoren zusammenarbeitet und im Bedarfsfall alle vier Räder antreibt. 2015 werde der Acura NSX auf den Straßen zu sehen sein.

Kleiner Smart, ganz groß

Grüner Glamour ist ein Los Angeles auch für BMW kein Widerspruch in sich. So ist die Automesse die perfekte Bühne für die Premiere des BMW i3 Concept Coupé, der Ende 2013 in Serie gehen wird. Als erstes Mitglied der neuen i-Familie von BMW verzichtet das dreitürige Coupé nicht nur auf einen Verbrennungsmotor, sondern auch auf den legendären den markentypischen Gegenschwung am hinteren Seitenfenster Der heckbetriebene i3 wird von einem Elektromotor mit 125 kW/170 PS angetrieben, der eine Reichweite von 160 Kilometern ermöglicht.

Der heimliche Start der Messe ist aber der Smart forjeremy. Das Fahrzeug, das mit Flügeln des Götterboten Hermes ausgestattet ist, wird umlagert wie ein Popstar. Anders als bei bisherigen Kooperationen, durfte der Designer Jeremy Scott dieses Mal auch die Karosserie verändern - was zu Flügeln führte, einem typischen Markenzeichen des amerikanischen Stardesigners. Das Elektrofahrzeug soll im Jahr 2013 als limitierte Sonderedition auf den Markt kommen.

Dennoch: Nicht die spektakulären und wilden Neuvorstellungen, sondern die praktischen Klassiker werden zu Verkaufsschlagern. „Die weniger verrückten Autos verkaufen sich besser. Darum zählen auch ein Toyota Corolla oder ein Toyota Camry zu den bestverkauften Fahrzeugen. Sie sind nicht besondern stylisch, dafür dezent, attraktiv und nicht zu abgehoben", sagt Aaron Bragman von Marktbeobachter IHS Automotive.

 

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