13.08.2012, 19:10  von Evelin Past

Mit Urlaubsfotos im Internet Geld verdienen

Fotoamateure entdecken das Internet als Marktplatz. / Bild: (c) George Dolgikh

Microstock-Agenturen. Bei Online-Bildagenturen können talentierte Hobbyfotografen ihre Fotos anbieten und damit bares Geld verdienen.

Urlaubszeit ist Fotozeit. Meist landen die gelungenen Schnappschüsse, Landschaftsaufnahmen und Stimmungsbilder nach der Präsentation bei Freunden und Familie ungenutzt auf einer Festplatte. Dabei gibt es mit Sicherheit viele Aufnahmen, die nicht nur persönlichen Wert haben, sondern auch kommerziell genutzt werden können.

Neue Einnahmequelle

Sogenannte Microstock-Agenturen bieten ambitionierten Amateurfotografen die Möglichkeit ihre Bilder im Internet zu verkaufen. So kann ein Hobby schnell zur Einnahmequelle werden. In den unterschiedlichen Internetbörsen können Bilder angeboten und gekauft werden. Die Anbieter bekommen pro Bild ein Honorar, das manchmal nur ein paar Cent, meist aber einige Euro beträgt und im Einzelfall auch deutlich höher sein kann.

Fotolia, iStockphoto und viele mehr

Zu den großen Anbietern in diesem Geschäft gehört die amerikanische Bildagentur Fotolia. Ende 2004 in New York City gegründet, zählt sie inzwischen über drei Millionen Mitglieder. Mehr als 18 Millionen Bilder und Videos stehen am Portal bereit. Das Unternehmen betreibt Websiten in zwölf Sprachen und ist nach eigenen Angaben Europas führender Microstock-Anbieter.

Mehr als 10 Millionen Fotos umfasst die Datenbank der iStock-Community, die in Kanada gegründet wurde. Aus der ursprünglichen Idee, Profi- und Amateurfotografen eine Plattform für ihre Arbeiten zu bieten ist schnell ein florierendes Unternehmen herangewachsen. Für 50 Millionen US-Dollar übernahm Getty Images, eine der großen globalen Bildagenturen, im Jahr 2006 das Start-up iStockphoto.

Urheberrecht prüfen

Neben diesen beiden Agenturen gibt es zahlreiche weitere wie Shutterstock, Zoonar, Shotshop, Dreamstime, InMagine, PantherMedia oder Photocase. „Grundsätzlich ist es wichtig, sich die Teilnahmebedingungen genau durchzulesen und zu prüfen, bei wem das Urheberrecht bleibt", rät Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband im Focus online-Interview.

Einsteigertipps

Wer seine Bilder zu Geld machen will, sollten nur qualitativ hochwertige Bilder hochladen. Die Mindestauflösung der Kamera sollte vier Megapixel (2.400 x 1.600) betragen. Unscharfe, verwackelte Fotos reichen nicht für den Verkauf über Agenturen. Stimmige Lichtverhältnisse des Motivs, eine leichte Nachbearbeitung am PC und korrekte Schlagworte beim Upload erhöhen die Chance, um möglichst viele Abnehmer zu finden.

Emotionen statt Sonnenuntergang

Gute Chancen haben nach Angaben der Bildagentur Fotolia vor allem Fotos die aus der Masse herausstechen. Ungewöhnliche Objekte, Menschen in Aktion oder mit starken Gefühlen. Der Strand mit der untergehenden Sonne wurde hingegen schon tausendfach fotografiert.
Eine regelrechte Karriere mit seinen Bildern legte der Däne Yuri Arcurs hin. Er gilt als der erfolgreichste Microstock-Fotograf der Welt und und verkauft mittlerweile mehr als vier Millionen Lizenzen im Jahr. Zu seinen Kunden gehören Der Spiegel, Sony und Microsoft.

 

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