20.12.2012, 12:55  von Evelin Past

Reiche Russen fliegen auf heimische Pisten

In den österreichischen Skiorten rollt der Rubel / Bild: Nassfeld at Prokop

Reise. Immer mehr Russen kommen zum Skifahren nach Österreich. Die Hoteliers und Boutique-Betreiber freuen sich über das Konsumverhalten der russischen Winterurlaubsgäste.

Allein im vergangenen Jahr zählte die Statistik Austria über 1,5 Millionen Nächtigungen und 400.000 Ankünften aus Russland - für Österreichs Tourismus ein großer Erfolg. Die laufenden Zahlen (Jänner bis Oktober 2012) versprechen mit einem derzeitigen Plus von rund 18 Prozent ein neues Rekordergebnis. "Österreich gilt in Russland als sehr attraktives Urlaubsland", freut sich Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW).

Österreich bleibt beliebteste Wintersportdestination

Obwohl die betuchten Gäste aus Russland auch im Sommer gerne nach Österreich kommen, sei der Winter nach wie vor der beliebteste Reisezeitraum. Allein in der vergangenen Wintersaison stieg die Zahl der russischen Touristen um 21,2 Prozent - das bisher beste Ergebnis. Und der Trend hält an. So ergab die Leserumfrage des Magazins "National Geographic Traveler", dass Österreich unangefochten die Nummer eins im Ranking der beliebtesten Wintersportdestinationen der Russen ist.

Fluggesellschaften rüsten auf

Auch die Fluglinien haben den Trend erkannt. Austrian Airlines wird die Verbindung Moskau-Innsbruck in den Linienverkehr übernehmen. In diesem Jahr neu: Ural Airlines wird mit einem Linienflug zwei Mal wöchentlich von Jekaterinburg nach Salzburg in die Wintersaison starten. Zudem sollen die Flughäfen München und Verona angeflogen werden, von wo Busse die Urlauber aus Russland in die österreichischen Skigebiete befördern.

"dobroje utro" statt "Guten Morgen"

Dort werden diese bereits freudig erwartet. An vielen Hotelrezeptionen in Tirol, Salzburg oder Vorarlberg hört man am Morgen immer öfter: "dobroje utro" statt guten Morgen. Die Hoteliers haben erkannt, dass die russische Klientel mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Mehr als 50 Prozent der russischen Gäste steigen in Hotels der Vier- und Fünf-Sternekategorie ab, und bei den Ausgaben am Urlaubsort liegen russische Reisende im Spitzenfeld. So führen die Russen auch das Tax Free-Umsatzranking des Mehrwertsteuerrückerstatters Global Blue an. Insgesamt gaben sie bei ihren österreichischen Einkaufstouren in der ersten Jahreshälfte 52,4 Millionen Euro aus.

Soft Facts und Preis-Leistungsverhältnis zählen

"Neben den schon so oft hervorgehobenen Soft Facts wie Gastfreundschaft und Herzlichkeit der österreichischen Gastgeber hören wir von russischen Gästen immer öfter, dass das Preis-Leistungsverhältnis in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern unschlagbar ist", unterstreicht Georg Kapus, ÖW-Region Manager Russland, den Stellenwert Österreichs als Winterdestination Nummer 1.

 

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1 Kommentare

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Reiche Russen fliegen auf heimische Pisten - arme Slowaken stürmen auf heimischen Arbeitsmarkt.
Seit der Ostöffnung haben 22.000 Arbeitskräfte vorwiegend osteuropäischer Herkunft den heimischen Arbeitsmarkt erobert, zu Freude der Frau Fekter, immerhin verzeichnet ihre Steuereinnahme einen Höhenpunkt, gleichzeitig haben auch überpropotional mehr heimische Arbeitskräfte beim AMS gemeldet, was den AMS-Chef Johannes Kopf kritisch vermerkt hat.
Langsam, aber sicher tritt ein Ausgleich der Arbeitskapazität und des Wohlstandes zwischen den benachbarten Staaten ein. Wenn Österreich aber nicht gegensteuert, werden es noch mehr Wohlstandsverlierer hier im Lande geben. Noch scheinen die Statistiken in Ordnung. Nur die Frage ist, mit wem vergleichen wir uns? mit der Schweiz oder mit Belgien?

verfasst am 10:14 21.12.2012

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