27.11.2008, 16:56  von Elisabeth Zehetner

Replik: Selbstständig selbstverwirklichen

Bild: WB/Peroutka

Gründer überprüfen erst ihre unternehmerische Idee, bevor sie Mitarbeiter einstellen.

Zum Leitartikel „Mit 186.167 Winzlingen gegen die Krise“ (erschienen im WirtschaftsBlatt vom 27.11.2008)

Jährlich gründen in Österreich rund 30.000 Personen neue Unternehmen und entscheiden sich für die Selbstständigkeit. Mehr als 80 Prozent davon sind tatsächlich Ein-Personen-Un­terneh­men (EPU). Sie prüfen die Tragfägigkeit ihrer unternehmerischen Idee, bevor sie Verantwortung für ihre Mitarbeiter übernehmen. Von diesen EPU-Gründern planen 22 Prozent in den kommenden drei Jahren einen oder mehr Mitarbeiter einzustellen. Fragt man die Gründer nach ihrer Motiven, so steht an oberster Stelle mehr Einkommen und der Wunsch nach Selbstverwirk­lich­u­n­g.­

Persönliche Gespräche.

Nur rund zehn Prozent werden selbstständig aus Gründen der Arbeitslosigkeit oder Angst vor einer drohenden Arbeitslosigkeit. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Unternehmensgründer unzufrieden sind. Aus vielen persönliche Gesprächen weiß ich, dass manche heute sagen, sie hätten den Schritt in die Selbstständigkeit schon füher wagen sollen.

Zudem hat sich die Wirtschaftskammer Österreich in den vergangenen Jahren intensiv dafür eingesetzt, dass die soziale Absicherung für Kleinstunternehmer verbessert wird.

Alle Unternehmer sind seit 1. Jänner 2008 ohne Zusatzkosten arbeitslosenversichert, wenn sie vor der Gründung bereits unselbstständig erwerbs­tätig waren. Sie nehmen ihre Ansprüche einfach mit. Ab 1. Jänner 2009 können sich alle – auch die, die noch nie angestellt waren – gegen einen Beitrag freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern.

* Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin Junge Wirtschaft Österreich

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