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16.01.2013, 21:26 von Heimo Scheuch,CEO Wienerberger und Präsident des Dachverbands der Europäischen Ziegelhersteller
Die Debatte zur Leistbarkeit des Wohnens ist richtig und längst überfällig. Denn die Kosten zur Befriedigung des elementaren Grundrechts auf Wohnen sind aufgrund des starken Zuwachs in die urbanen Gebiete und der Verknappung von Wohnraum in Österreichn und ganz Europa stark gestiegen. Europaweit sind die Mietpreise 2011 um vier Prozent gestiegen, während die Inflationsrate „nur" um 2,4 Prozent nach oben kletterte.
Sparzwang
Österreich und Wien waren mit leistbarem Wohnraum für die breite Bevölkerung lange eine Insel der Seligen. Mittlerweile spüren wir aber auch die Auswirkungen der Krise. Die Bauleistungen im geförderten Wohnbau sind in Österreich nicht zuletzt aufgrund von Sparzwängen der öffentlichen Hand gesunken. Gleichzeitig erleben wir einen schon länger andauernden Boom der Nachfrage bei städtischen Immobilien durch Privatanleger, da Immos aufgrund turbulenter Märkte zu Recht als sicherer Hafen gesehen werden.
All dies führt zu einer Verteuerung von Wohnraum sowie von Liegenschaften. Und das macht es gemeinnützigen Wohnbauträgern schwerer, die Anforderungen des sozialen Wohnbaus zu erfüllen. Dem Trend können Kommunen und Regionen nur durch eine gezielte Förderung des Wohnbaus entgegen wirken. Nur eine rasche Forcierung des geförderten Wohnbaus kann Druck aus dem Mietmarkt nehmen. In Österreich ist somit die Wiedereinführung der Zweckbindung der Bedarfszuweisung des Bundes an die Länder für den Wohnbau ein politisches Gebot der Stunde.
Allerdings handelt es sich bei Wohnkostenexplosion und Rückgang des geförderten Wohnbaus um ein europaweites Problem. Insofern sind Maßnahmen der EU-Kommission dringend notwendig. Vor allem die Öffnung der Strukturfonds für den gesamten Wohnbau könnte die nationalen Anstrengungen sinnvoll unterstützen.
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Kommentare
1 Kommentare
Gast: Kritiker meint
verfasst am 09:36 17.01.2013