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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 08:37
14.11.2012, 19:45 von Sissi Eigruber
Ja, es ist unbequem. Ja, es mag mit größerem Aufwand verbunden sein, wenn man bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für bestimmte Positionen auch noch darauf achten muss, dass es sich um eine Frau handelt. Ja, das Geschlecht alleine sagt nichts über die Qualifikation einer Person aus. Aber mit Verlaub, die Zeit der Ausreden ist vorbei.
In Österreich liegt der Frauenanteil in den Geschäftsführungen der 200 umsatzstärksten Unternehmen laut Arbeiterkammer bei fünf Prozent, in den Aufsichtsräten bei elf Prozent. Das ist doch nicht in Ordnung, meine Damen und Herren!
Eigene Töchter
Immerhin geht es dabei auch um die Zukunft Ihrer Töchter. Und es geht um nichts weniger als die faire Aufteilung von Macht und Geld. Erschreckenderweise befindet sich Österreich mit dem geringen Anteil an Chefinnen in großen Unternehmen in guter Gesellschaft: Laut EU-Daten gibt es nur in zwölf der insgesamt 27 EU-Staaten Frauen an der Spitze der größten Unternehmen. In dieser Erhebung gehört Österreich zu den Ländern mit Null-Frauenquote.
Auf nationaler Ebene geht offenbar zu wenig weiter, daher ist es höchste Zeit, dass die EU mit entsprechenden Vorgaben zum Handeln zwingt. Die österreichischen Vorgaben für den öffentlichen Dienst und staatsnahe Betriebe sind definitiv zu wenig.
Reizend, wenn unsere Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Maßnahmen der EU-Kommission begrüßt, aber sie selbst hätte schon längst mehr unternehmen müssen, um diesen Zustand zu ändern. Freiwillige Verpflichtungen sind da leider zu wenig - das haben die vergangenen 100 Jahre gezeigt. Andere Länder wie Norwegen und Frankreich haben bereits entsprechende Quoten-Gesetzgebungen verabschiedet, die Sanktionen beinhalten.
Und wenn wir schon dabei sind, gleich noch eine unangenehme Wahrheit: Es ist einfacher, Karriere zu machen, wenn man sich um so banale, aber zeitraubende Dinge wie Haushalt und Kinderarzt-Termine nicht kümmern muss - oder nur zur Hälfte...
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19.06.2013, 19:18
19.06.2013, 18:59
18.06.2013, 18:12
Beobachtet. Bei der Sanierung des Salzburger Baukonzerns werden genau diejenigen Investoren verärgert, die man mittelfristig wieder braucht - die Anleihenkäufer.
Angemerkt. Aktionäre sollten auch künftig über die Höhe der Managergehälter abstimmen und nicht wie bisher der Aufsichtsrat.
Beobachtet. Noch nie mussten in Tschechien so viele Politiker wegen Korruptionsaffären den Hut nehmen.
Leitartikel. Die Protestbewegung gegen Erdogan reicht von ganz links bis ganz rechts.
Wirtschaftswunder. Zu lange haben sich die US-Unternehmen auf ihren riesigen Heimatmarkt verlassen.

Kommentare
6 Kommentare
rolli1950 meint
verfasst am 18:04 17.11.2012
Gast: daxi meint
verfasst am 12:49 17.11.2012
Gast: AndiKr meint
Eine tolle Idee haben sie da. Bravo! Hauptsache die leistungsunbegründete Bevorzugung gleich in ein Gesetz zu gießen. Besser wäre noch der Verfassungsrang. Fr. Eigruber, sie und ähnliche Brutalo-Emanzen werden nicht ruhen, bis Männern endlich eine Gebärmutter zwangsweise eingesetzt wird. Ich war bisher im Berufsleben auf Gleichberechtigung eingestellt und habe das auch so gelebt. In Zukunft heißt es in den Geschlechter-Krieg zu ziehen. Man(n) kann und wird sich wehren!
verfasst am 20:33 16.11.2012
Gast: G. Gruber meint
verfasst am 08:43 16.11.2012
Gast: father o'three meint
verfasst am 22:19 14.11.2012
marcus.dekan@chello.at meint
Ihre Art des Journalismus verstehe ich nicht. Sie führen im ersten Absatz Ihres Artikels gute Gründe gegen eine Quotenregelung an und stellen diese dann mit der Aussage selbst in Frage "die Zeit der Ausreden ist vorbei". Was nun? Wollen Sie provozieren oder ein Thema ordentlich beleuchten. Und - by the way - diese Regelung trägt nichts, aber schon gar nichts dazu bei, die Zukunft meiner Tochter abzusichern. Da mache ich mir ehrlich gesagt mehr Sorgen, ob das Pensionssystem für meine Tochter noch funktionieren wird. Wenn Sie weiters glauben, dass diese Regelung hilft, Macht und Geld fairer "aufzuteilen", dann muss ich Sie enttäuschen. Regelungen haben in der Historie niemals dazu beigetragen diese beiden Punkte zu "regeln". Abschliessend wünsche ich Ihnen, dass Sie im Falle einer lebensnotwendigen Operation nicht von einer Quotenfrau sondern von der besten verfügbaren Person operiert werden.
verfasst am 21:43 14.11.2012