16.11.2012, 17:20

Wiener Börse geht schwächer ins W-End

Bild: WB/Günther Peroutka

Börseschluss. Der ATX hat zum Wochenende um 0,6 Prozent verloren und schließt bei 2170,01 Punkten - 13 Punkte tiefer als zum heutigen Start.

Wien. Die Wiener Börse hat am heutigen Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas schwächerer Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Donnerstag-Schluss (2.170,01) um 13 Punkte oder 0,60 Prozent auf 2.157,01 Zähler. Gegenüber Ultimo 2011 liegt der ATX per heute 265,33 Punkte oder 14,03 Prozent im Plus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 0,56 Prozent oder 6,02 Punkten bei 1.059,55 Einheiten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,49 Prozent, DAX/Frankfurt -1,21 Prozent, FTSE/London -1,25 Prozent und CAC-40/Paris -1,01 Prozent.

Der ATX verabschiedete sich nach einem weitgehend ruhigen Handelstag mit einem Kursminus ins Wochenende. Nach verhaltenem Verlauf weitete der heimische Leitindex seine Verluste kurz vor Sitzungsende etwas deutlicher aus. Auch die übrigen europäischen Börsen tendierten einheitlich schwächer.

Weiterhin dominieren die Themen Griechenland und US-Fiskalklippe das Marktgeschehen, hieß es von Börsianern. Auch auf Sorgen um eine weitere Eskalation im Nahost-Konflikt wurde verwiesen.

Von den in Europa veröffentlichten Wirtschaftsdaten kamen keine allzu starken Impulse. Am Nachmittag rückten dann neue US-Daten in den Fokus. So hat die US-Industrie durch die Folgen des Hurrikans "Sandy" an Schwung verloren: Im Oktober sei die Produktion um 0,4 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte die US-Notenbank mit. Volkswirte hatten zuvor einen geringen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet.

In Wien sorgte zudem die laufende Berichtssaison für Bewegung. Die Aktien der Post zogen nach Vorlage von Quartalsergebnissen kräftig um 3,37 Prozent auf 29,75 Euro nach oben. Auch Rosenbauer hat Zahlen präsentiert. Die Aktien des Feuerwehrspezialisten schlossen 3,13 Prozent höher bei 45,00 Euro.

Unterstützung bekam der Leitindex auch von den Zugewinnen bei Andritz, die um 0,50 Prozent auf 46,63 Euro stiegen. Die Bankwerte tendierten uneinheitlich. Während Erste Group um 0,64 Prozent auf 20,23 Euro nachgaben, konnten Raiffeisen ein kleines Plus von 0,15 Prozent auf 30,55 Euro verbuchen.

Schwach zeigten sich zum Wochenausklang Verbund mit einem Abschlag von 1,94 Prozent auf 16,40 Euro. Semperit büßten 2,42 Prozent an Wert ein auf 30,25 Euro und OMV rutschten 1,32 Prozent ins Minus auf 26,50 Euro. Telekom Austria verloren 1,66 Prozent auf 4,92 Euro.

 

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 14.40 Uhr mit 2.180,00 Zählern. Das Tagestief lag gegen 10.30 Uhr bei 2.156,97 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung zwölf Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und drei unverändert.

Gehandelt wurden im prime market 5.180.657 (Vortag: 4.006.696) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 665.469 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 126,950 (94,209) Mio. Euro zustande, wovon 27,06 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

 

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