06.01.2013, 18:12  von Esther Mitterstieler

2013 wird ein Jahr der Veränderung

Bild: WB/Peroutka

Leitartikel. Ohne Investitionen werden wir uns bloß um uns selbst drehen.

Alles ändern, um nichts zu ändern: So lautet das Sprichwort, das der sizilianische Autor Giuseppe Tomasi di Lampedusa in seinem Werk „Il Gattopardo" wählt. Ein Bild, das auch auf das 21. Jahrhundert zutrifft: Die Wirtschaft hat sich schon seit 2008 auf veränderte Verhältnisse einstellen müssen. Das hat sie mit unterschiedlichen Ausprägungen getan. Trotzdem werden uns die nächsten drei Jahre noch einiges mehr an Schwung in Sachen realer Veränderung abverlangen.

Das Jahr 2012 war auch für Österreichs Wirtschaft ein durchwachsenes. Insbesondere ab Jahresmitte hat die lahmende Weltkonjunktur Spuren hinterlassen - quer über die Branchen. Viele Unternehmen haben angefangen, sich auch intern neu aufzustellen. Aus der Krise wurde eine Chance gemacht. Es wird an vielen möglichen und unmöglichen Stellen gespart, um effizienter zu werden. Allein das wird uns auch heuer nicht das ersehnte Wachstum wieder finden lassen.

Ohne Investitionen werden wir uns um uns selbst drehen, bis das Rad endgültig steht. Verändern heißt nicht nur effizienter werden, verändern heißt anders denken und Fantasie ermöglichen. Veränderung löst auch viel Angst aus. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmenschefs und Manager sich nicht von der mieselsüchtigen Stimmung anstecken lassen und ihre Unternehmen behutsam in ruhigere Gewässer steuern.

Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute und der Nationalbank zeigen: Das vierte Quartal 2012 war ein Tiefpunkt, den wir jetzt überwinden können. Das Jahr 2013 wird wohl als Übergangsjahr in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Kein Grund, wie gesagt, sich tot zu fürchten. Packen wir's an, gehen wir voran, und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden uns zu neuem Wachstum verhelfen. Dieses wird zwar weniger stark sein als früher, aber auch das ist eine Veränderung, die uns keine Angst zu machen braucht.

Österreichs Wirtschaft kann auf Unternehmen zählen, die flink und resistent gegen viele Krisen sind. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hängt mit dem Gefühl der Unsicherheit darüber zusammen, was noch kommen mag. So gut Österreichs Wirtschaft insgesamt mit relativ niedrigen Arbeitslosenquoten im EU-Vergleich dastehen mag: Die hohe Staatsverschuldung und die zunehmende Neuverschuldung bescheren uns hohe Belastungen aus Zinszahlungen. Auch hier ist Fantasie gefragt: Weiter machen wie bisher kann kein Weg sein. Also bitte entzaubern wir den Leoparden und ändern wir alles, um wirklich alles zu ändern.

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    Kommentare

    1 Kommentare

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    Veränderung ist gut. Das Wohin ist die Frage. Seit neuestem gibt es Zukunftsforscher. In den Jahren vor der Krise war dies ein verwaistes Kind unseres menschlichen Genies.

    (Angeblich hat der Mensch sogar zwei Hirnhälften zum denken.)

    verfasst am 07.01.2013, 09:11

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