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15.01.2013, 18:05 von Hans Weitmayr
Frankreichs Präsident Francois Hollande ist in den Krieg gezogen. Wladimir Putin, der sonst keine Gelegenheit auslässt, ein EU-Land zu piesacken - und sei es auch nur über die Ausstellung von russischen Reisepässen - applaudierte gestern anlässlich der Militärintervention. Spätestens an dieser Stelle sollte man hellhörig werden, was die Motivation hinter der Entsendung von EU-Truppen ins westliche Afrika betrifft. Bislang hat es nämlich keine befriedigende Begründung für diesen Schritt gegeben. Wohl wahr, Mali hat offiziell um Hilfe gebeten, und, ja man hört von Islamisten, der Scharia und andern Schreckgespenstern, aber wirklich überzeugend klingt das nicht. Bis man sich eine Landkarte nimmt und sich die in der Region vorhandenen Rohstoffe näher ansieht. Da wäre zunächst einmal Gold. Mali ist der drittgrößte afrikanische Produzent dieses Rohstoffes. Aber das alleine kann es nicht sein. Erst das zweite Metall, das in Malis Boden vorkommt, lässt hellhörig werden: Uranerz. 500 Tonnen soll es in dem Land an Reserven geben - ist zwar nicht die Welt, tatsächlich gibt es jedoch nur ein Dutzend Länder, die Uran in relevanten Größen fördern. Darunter Niger. Dieses Land liegt wiederum an der Ostgrenze Malis und somit direkt an den von den Rebellen beherrschten malischen Gebieten. 273.000 Tonnen Uran sollen im Tim Mesoi Basin schlummern, das direkt im Einzugsgebiet der Tuareg liegt. Dieselben Tuareg, die bis zur Jahresmitte 2012 den Norden Malis gehalten hatten, bis die islamistische MOJWA ihnen in den Rücken fiel und derzeit die größerere Gefahr darzustellen scheint. „Scheint", weil die Lage vor Ort unübersichtlich ist - Kartenmaterial bezeichnet die Gegend als von Tuareg oder Islamisten gehalten. All das erinnert an die Intervention der USA im Irak. Auch da wurde lange von einer militärischen Bedrohung geredet, bis klar wurde, dass es um exakt eine Sache geht: Erdöl. Im Fall Mali erscheinen die offiziellen Argumente für ein Eingreifen ähnlich schwammig. Nachdenklich darf stimmen, dass die Uranfelder Nigers vom französischen Konzern Areva kontrolliert werden. Und ein kleines Detail am Rande: Hollande reiste gestern nach Abu Dhabi. Es scheint also, als hätte der Präsident neben dem menschlichen Leid in Mali doch noch eine zweite Agenda. Welche das sein könnte? Dazu ein Hinweis: In Abu Dhabi begann gestern die Energiekonferenz „World Future Energy Summit". Und wenn es um die Sicherstellung von Ressourcen geht, hat sogar Putin Verständnis für die Franzosen. Er könnte ja der Nächste sein, der in einem ähnlichen Szenario diplomatische Rückendeckung braucht.
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17.06.2013, 17:43
17.06.2013, 09:58
17.06.2013, 08:16
Kommentar. Der Weg, der zuletzt vor allem durch EU-Fördergelder geebnet wurde, wird wieder steiler.
Kommentar. Salzburg ist freilich vom Weg zur Traumregion einigermaßen abgekommen. Statt den steilen Aufstieg anzugehen, ist das Land abgestürzt.
Leitartikel. Die steigende Übernahmeaktivität stimmt positiv - nur leider nicht für Europa.
Zur Sache. Rüstungsgeschäfte sind mindestens ebenso kompliziert wie lukrativ und irgendwie hat keiner den Durchblick.
Beobachtet. In Österreich herrscht immer noch die Denke vor, Online-Handel sei mehr Aufwand als Gewinn.

Kommentare
5 Kommentare
Gast: mist meint
verfasst am 15:15 16.01.2013
Gast: mist meint
verfasst am 15:14 16.01.2013
Gast: Eldarion meint
verfasst am 03:15 16.01.2013
Gourmet meint
Afghanistan zum Beispiel liefert heute mehr Rauschgift als je zuvor.
verfasst am 06:35 16.01.2013
Gast: Eldarion meint
verfasst am 11:17 16.01.2013