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30.01.2013, 17:47 von Hans-Jörg Bruckberger
Was für ein Jahresauftakt. Die Börsen haben im Jänner gehalten, was sie zum Jahresende 2012 versprochen haben: Es geht bergauf. Und das sind nicht nur Good News für jene Minderheit, die überhaupt noch in Aktien investiert ist, sondern für uns alle. Schließlich sind die Aktienmärkte ein traditioneller Vorlaufindikator.
Das haben sie gerade in den vergangenen Jahren immer wieder eindrucksvoll bewiesen. Etwa im Vorfeld der Finanzkrise, als die Kurse plötzlich auf Tauchstation gingen, während die Unternehmen noch Rekordgewinne meldeten. Oder 2009, als sie inmitten der ärgsten realwirtschaftlichen Krisenstimmung seit den 1930er-Jahren eine historische Erholungsrally aufs Parkett zauberten.
Wirtschaftskapitäne schüttelten zunächst stets ungläubig den Kopf. Inzwischen schauen aber auch sie stärker auf die Aktienkurse. Nicht selten hört man dieser Tage von prominenten Managern der heimischen Industrie, dass ihr Geschäft zwar immer noch zäh laufe, sie aber zumindest für das zweite Halbjahr 2013 zuversichtlich sind – schließlich würden das die steigenden Börsen signalisieren. Allein derartiger Optimismus ist bereits der erste Schritt zur Besserung.
Tatsächlich gesellen sich nun langsam, aber sicher auch positive Konjunkturindikatoren dazu, sodass das Gesamtbild immer klarer und diesfalls erfreulicher wird. Wobei auch hier ein alter Bekannter vorläuft: die USA. Dort überraschen nun auch die Unternehmen mit ihren Quartalsbilanzen und/oder Ausblicken mehrheitlich positiv, und die Gewinne ziehen spürbar an.
Europa bäckt zwar noch kleinere Brötchen, darf sich unterdessen aber zumindest einmal über zaghafte Steigerungen freuen. Das gilt auch für Österreich, wo etwa der aktuelle Industrieindikator der Bank Austria im Jänner um 0,5 auf 48,6 Punkte gestiegen ist. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber immerhin: Das Schlimmste scheint überstanden, der Index nähert sich wieder langsam der 50-Punkte-Marke, Werte darüber signalisieren Wachstum. Laut den Experten der Bank wird die heimische Industrie im ersten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückfinden und damit auch die Gesamtwirtschaft ins Plus drehen. Dies, zumal die Preisentwicklung – die Preisdynamik im Absatz liegt wieder über jener im Einkauf – die Ertragslage verbessern sollte. Und das Verhältnis zwischen Auftrags- und Lagertrends seit drei Monaten eine bevorstehende Aufwärtsentwicklung indiziert.
Die Richtung stimmt also schon einmal, jetzt müssen nur noch weitere Dominosteine fallen.
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23.05.2013, 18:00
23.05.2013, 09:57
Beobachtet. Aber nur, wenn man sich in der Materie wirklich auskennt.
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