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31.01.2013, 19:48 von Herbert Geyer
Ungarn diskutiert die Renationalisierung seiner Güterbahn, die vor bald fünf Jahren an die ÖBB verkauft worden ist.
Um dieses Vorhaben richtig einordnen zu können, lohnt es sich, ein paar Grundtatsachen dieser Branche zu vergegenwärtigen. Zum Beispiel die, dass Bahntransporte sich erst jenseits einer Entfernung von 200 Kilometern langsam zu rechnen beginnen. Es liegt also im Wesen der Sache, dass sich ein nationaler Bahntransport in Ländern, deren größte Ausdehnung gerade einmal 500 Kilometer beträgt, nur in Ausnahmefällen rechnen kann.
Statistik hilft. Nun kann man lange darüber diskutieren, ob der Kauf der MAV Cargo durch die ÖBB klug war (über die offenbar überhöhten Kosten natürlich auch) - sicher ist jedenfalls, dass im grenzüberschreitenden Verbund rein statistisch mehr Bahntransporte die Rentabilitätsdistanz überschreiten als in den beiden nationalen Netzen zusammen.
Aus Gründen des nationalen Interesses über eine Zerlegung nachzudenken, hat mit nationalem Interesse nichts zu tun.
Es ist schlicht Dummheit.
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