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07.02.2013, 17:17 von Esther Mitterstieler
Erinnern Sie sich an die Kopfstoß, die der französische Fußballspieler Zinedine Zidane bei der WM 2006 Marco Matterazzi verpasste? Sein italienischer Widersacher hat ihm zugeraunt, „Deine Schwester, die Nutte, wäre mir lieber". Ein Übergriff, der den berüchtigten Heißsporn Zidane zur Kopfstoß verleitete, was letztlich zu seinem Ausschluss vom Spielfeld führte. Eine unschöne Episode, die mit der aktuellen Sexismus-Debatte scheinbar wenig zu tun hat.
Der Vorfall war aber ebenso ein Übergriff, der in den Rahmen der ungeheuerlichen Übergriffe mit respektlosem Unterton sexistischer Art zu tun hat. Nur geht hier zur Abwechslung mal um zwei Männer.
Die Geschichte ist eine Antwort auf die Herren und Damen, die sexistische Übergriffe abzutun pflegen und behaupten, die Frauen seien selber schuld. Darauf kann man bloß antworten: Denken Sie an Ihre Mutter, Schwester, Frau, Tochter, Enkeltochter.
Ökonomische Vorteile
Wechseln wir Szene: Der „Economist" hat einen schönen Schwerpunkt zu den überaus wettbewerbstarken Nordländern Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark gemacht. Und aus den Vergleichen zwischen Beschäftigungsquoten und Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging klar hervor: Wenn dieser Konnex passt, ist das gut für die Wirtschaft, für das Wachtsum, für die Menschen, die genug Jobs haben. In Dänemark stehen 72 Prozent arbeitende Frauen 79 Prozent arbeitenden Männern gegenüber. Gleichzeitig hat sich das staatliche Defizit auf 58 Prozent eingependelt. Noch Fragen?
Eine Antwort auf dieses paradiesische Szenario ist, streng genommen, eine sozioökonomische. Frauen und Männer sind in diesen Gesellschaften auf ziemlich gleicher Ebene, Frauen sind auch mit drei Kindern Top-Managerinnen und Männer arbeiten wie Frauen in sehr flexiblen, gleichwohl nicht ungeschützten Verhältnissen. Während hierzulande Familienbeihilfe das Thema bleibt, wurde dort ein Weg eingeschlagen, der allen mehr Freiraum lässt. Und eben nicht zum Schaden der Gesellschaft.
Männliche Zicken
Die Affäre um den deutschen FDP-Politiker Rainer Brüderle ist ein nicht zufälliger Anlass angesichts seiner Bestellung zum Spitzenkandidaten im Bundestag, um ihn öffentlich bloßzustellen. Warum die Journalistin die Story erst ein Jahr nach dem Anlassfall schreibt, ist eindeutig und journalistisch unredlich. Ausgehend von dem Anlassfall lässt sich aber trefflich streiten, warum 80.000 Tweets auch hierzulande zeigen, dass Frauen sich oft belästigt und benachteilt fühlen.
Denken Sie darüber nach, liebe Chefs. Und lassen Sie nicht zu, dass Frauen weiter gönnerhaft belächelt werden, wenn sie inhaltliche Größe zeigen. Wir werden auch fürs Nein-Sagen bezahlt. Und seien Sie ehrlich: Es gibt auch männliche Zicken.
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23.05.2013, 09:57
Beobachtet. Aber nur, wenn man sich in der Materie wirklich auskennt.
Leitartikel. Gerade in Zeiten der Krise bleiben Familienbetriebe ein Garant.
Beobachtet. Die Bonität eines Unternehmens hängt in der Praxis nicht nur vom Stammkapital ab, sondern vor allem von einem guten Businesskonzept und gutem Management.
Leitartikel. Wer Großes leistet, muss auch entsprechend bezahlt werden. Nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus Eigeninteresse.
Zur Sache. So lange die EU ein minimales Gemeinschaftsbudget hat, so lange werden nationale Regierungen Politiker aufs Abstellgleis nach Europa schicken.

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