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20.02.2013, 19:59 von Eva Komarek
Den Reichen nehmen und den Armen geben: Damit hat schon Robin Hood die Herzen erobert. In Zeiten klammer Staatskassen, in denen krampfhaft überlegt wird, wo es noch etwas zu holen gibt, wird schnell nach der Wiedereinführung der Vermögenssteuer gerufen. Damit will man Gerechtigkeit und mehr Umverteilung. Es ist aber weder geklärt, wer, noch welche Vermögen im Sinne der Gerechtigkeit besteuert werden sollen. Geht es nach den Vorstellungen der SPÖ, sollen Erbschaften und Vermögen ab einer Million € besteuert werden. Das wären, beruhend auf den Daten von 2007 - damals wurden die beiden Steuern abgeschafft - rund zwölf Millionen €. Nahezu unvorstellbar ist die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, wie sie in Österreich bis 1994 eingehoben wurde, die neben Immobilien auch Barvermögen und andere Werte wie Antiquitäten oder Schmuck berücksichtigte. Das würde bedeuten, dass die Österreicher ihr gesamtes privates Vermögen offenlegen müssten und die Finanz sogar ins private Schmuckkästchen eindringen dürfte. Der Prüfaufwand steht in keiner Relation zur potenziellen Steuereinnahme, wenn es überhaupt prüfbar ist. In letzter Konsequenz würde das auch das Ende des Bankgeheimnisses bedeuten, denn wie sonst will man an realistische Daten kommen.
Wer also eine Vermögenssteuer will, muss bereit sein, die heilige Kuh zu schlachten. Das hätte aber auch Auswirkungen, die über die Grenzen Österreichs hinausgingen. Denn wird das Bankgeheimnis gekippt, kann Österreich kaum noch argumentieren, warum sich das Land gegen die EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie stemmt. Zumal das Bankgeheimnis den Brüsseler Behörden ohnehin seit Langem ein Dorn im Auge ist und immer wieder Anlass für Kritik bietet. Dass sich Finanzministerin Maria Fekter immer wieder entschieden gegen eine Aufhebung des Bankgeheimnisses ausspricht, ist logisch. Österreich punktet bei ausländischen Vermögenden vor allem mit dem strengen Bankgeheimnis. Laut Daten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) lagen zur Jahresmitte 2012 allein 25 Milliarden € deutscher Herkunft auf österreichischen Einlagenkonten - eine Summe, die sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein Teil dieser Gelder abfließen würde, ist groß. Und nicht nur ausländisches Kapital, auch inländisches würde verloren gehen. Unter dem Strich verlöre der Staat dann auch Einnahmen aus der Kapitalertragssteuer. Die Vermögenssteuer wäre also mehr Schaden als Nutzen. Robin Hood hätte sie sicher nicht eingeführt.
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Beobachtet. Aber nur, wenn man sich in der Materie wirklich auskennt.
Leitartikel. Gerade in Zeiten der Krise bleiben Familienbetriebe ein Garant.
Beobachtet. Die Bonität eines Unternehmens hängt in der Praxis nicht nur vom Stammkapital ab, sondern vor allem von einem guten Businesskonzept und gutem Management.
Leitartikel. Wer Großes leistet, muss auch entsprechend bezahlt werden. Nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus Eigeninteresse.
Zur Sache. So lange die EU ein minimales Gemeinschaftsbudget hat, so lange werden nationale Regierungen Politiker aufs Abstellgleis nach Europa schicken.

Kommentare
16 Kommentare
Gast: cheapnikalwayswins meint
Weiter Perspektiven zum Thema Sparen, Vermögensanlagen und Umgang mit Finanzen finden Sie unter:
http://responsiblepersonalfinance.blogspot.co.at/
verfasst am 17:01 25.02.2013
Gast: Pipo79 meint
verfasst am 17:59 22.02.2013
Gast: Superbänkster meint
Obiger Artikel ist schlecht durchdacht und von Ideologie getrieben. Dass sich die Rechnung nicht auszahlt, wie de Autorin schlussfolgert, ist anhand der angeführten Zahlen nicht nachzuvollziehen.
verfasst am 21:49 21.02.2013
Gast: Markus Trullus meint
verfasst am 12:58 25.02.2013
Gourmet meint
Wichtig ist es "Werte" zu erschaffen, damit ein jeder genug hat worauf er seine Verantwortung aufbauen kann.
verfasst am 06:49 21.02.2013
Gast: BäNKSTER meint
"Werte schaffen" und eine Vermögensbesteuerung mit Augenmaß schließen sich nicht aus.
verfasst am 21:45 21.02.2013
in Ruhe meint
und die, die nichts haben, können von den "werten" nicht leben. auch die mathematik ist da leider wenig hilfreich. da ist es schon sinnvoller, wenn wirklich vermögende wie gates, buffet, oder auch der sap-gründer plattner die hälfte für soziale projekte zur verfügung stellen.
verfasst am 12:12 21.02.2013
Gourmet meint
Sie müssen die Worte in Ihren Gedanken schütteln. Ähnlich wie ein jüdischer Gläubiger, die Worte Gottes im Herzen beim Gebete hin und her bewegt. Und wenn sie dann positiv denken, ergeben die Schlüsselwörter einen positiven Sinn.
Dann bedeutet "Vermögen <->Können"; "Unvermögend <-> Unfähig" und "Wert <-> Vermögen"
verfasst am 16:01 21.02.2013
in Ruhe meint
verfasst am 16:58 21.02.2013
Gourmet meint
verfasst am 17:46 21.02.2013
in Ruhe meint
verfasst am 00:13 22.02.2013
in Ruhe meint
sagte der anwalt der vermögenden. und drohte gleich: ja, wenn es doch noch so weit kommen sollte, ist das ganze geld samt der vermögenden weg - zur strafe der anderen fällt das bankgeheimnis, und dann sind nur mehr die kleinen dran.
dieses märchen aus dem mittelalter ist einer demokratie und eines wirtschaftsblattes unwürdig. das könnte vom schellhorn stammen.
verfasst am 23:45 20.02.2013
Gast: Danke meint
verfasst am 14:01 21.02.2013
Gast: Halbwisen meint
Nicht nur das Konto, sondern wirklich alles. Vom Shlafzimmer bis zum letzten Kellerwinkel.
verfasst am 23:32 20.02.2013
in Ruhe meint
verfasst am 23:49 20.02.2013
Gourmet meint
verfasst am 07:03 21.02.2013