23.10.2014, 11:01  von Herbert Geyer

Und dieser Staat will unser Geld …

Auch hoher Mitteleinsatz macht Österreichs Banken nicht wirklich komfortabel / Bild: (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

In ganz Europa hat nur ein Staat mehr und mit noch weniger Erfolg in die Rettung seiner Banken investiert als Österreich.

Die beiden Meldungen haben eigentlich nichts miteinander zu tun – aber irgendwie doch. Die eine: Beim eben abgeschlossenen großen EZB-Stresstest der 130 wichtigsten Banken in Europa (das Ergebnis wird am Sonntag offiziell vorgestellt) sollen elf Banken durchgefallen sein. Am schlimmsten soll es Griechenland getroffen haben (mit drei von vier geprüften Banken), gefolgt von Portugal (1 von 3) und Zypern (1 von 4). Unter den ohne Schutzschirm davongekommenen Staaten liegt gleich hinter Italien (3 von 15) Österreich, wo eine der sechs geprüften Banken (die Spatzen pfeifen das Kürzel „ÖVAG“ von den Dächern) den Test nicht bestanden hat. Deutschland, das krisengeschüttelte Frankreich, selbst Irland, das über den Zusammenbruch seines Bankensystems beinahe in die Pleite gerutscht wäre, und Slowenien, das diesem Schicksal erst heuer wirklich entkommen ist, haben den Test makellos überstanden.

Die zweite Meldung: Nur Griechenland, Slowenien und Lettland haben (gemessen am jeweiligen BIP) mehr Geld in die Rettung ihrer Banken gesteckt als Österreich – hierzulande waren es allein im Vorjahr 1,5 Milliarden Euro, rund 0,5 Prozent des BIP. Und da ist die heurige Hypo-Tranche mit nochmals vier Milliarden Euro noch gar nicht eingerechnet. Und weil’s schon so schön weh tut: Während Frankreich, Italien und Schweden an ihrer Bankenrettung sogar profitiert haben (die Rückflüsse aus Haftungsentgelten, Zinsen und Dividenden übersteigen bereits die zugeschossenen Summen), hat Österreich für 9,4 Milliarden Euro, die es seinen Banken zukommen hat lassen, erst 3,3 Milliarden an Rückflüssen verbuchen können.

Wie gesagt: Das eine hat mit dem anderen nur bedingt zu tun. Und besser als Griechenland stehen wir ja immer noch da. Ein Schlaglicht auf die Effizienz des Mitteleinsatzes wirft es aber doch. Und irgendwie hinterlässt es ein mulmiges Gefühl, diesem Staat sein hart erarbeitetes Steuergeld zur Verwaltung zu übergeben.

 

26.09.2016, 13:05

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Herbert Geyer

Herbert Geyer

Banken-Stresstest der EZB

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Kommentare

21 Kommentare

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und der Typ hat in den mehreren zuaesmmn geschnittenen Videos, auch in jedem die exakt gleiche(auf den Millimeter! wahnsinn!) Bewegung gemacht, das stellt doch die wurfnummer fast in den schatten was?

verfasst am 20.12.2014, 21:09

Gast: Spind meint

Und der Finanzminister, der alles einbrockte sucht schon wieder einen gut dotierten Posten. Aber nicht in der Wirtschaft, sondern nur im staatsnahen Bereichen will er wieder tätig sein.

verfasst am 23.10.2014, 12:14

Gast: Leser meint


Aber bevor er wieder seinen Sessel im Parlament wärmt,

muss er noch sein Arbeitslosengeld als Vizekanzler gemäß Bundesbezügegesetz Paragraph 6

(das sind 75 Prozent seines Vizekanzlergehalts) von 18.568 Euro auf 3 Monate verbrauchen.

Motto: Möglichst in die eigene Tasche wirtschaften !

p.s. Als NR-Abgeordneter "verdient" er dann "NUR" 8,440 Euro.


verfasst am 25.10.2014, 14:55

Gast: Und meint

nur gemeinsam könnten wir solche Dilettanten verhindern. Könnten! Aber das wird solange nicht geschehen, solange das Volk der Meinung ist, dass Politiker klüger seien als andere Menschen. Blöd nur, dass der Politiker von heute gestern noch einer dieser anderen Menschen gewesen ist.

Woher also die vermeintliche Klugheit nehmen, wenn nicht einfach davon sprechen und nie erreichen – niemals! Deswegen ist ganz einfach immer und an allem nur der faule Wähler schuld, der zu faul ist zu recherchieren wer der eigentlich ist, den er wählt und vor allem: wer den in die Position gebracht hat, dass er zu Wahlen aufgestellt wird etc.

Dumm bleibt dumm, und dumm ist nur die Masse. Gustave Le Bon würde es so formuliert haben wollen.

verfasst am 23.10.2014, 15:56

Gast: Jede meint

Meldung hat prinzipiell mit der anderen zu tun. Nur dass die Wenigsten Verknüpfungen herstellen können.

verfasst am 23.10.2014, 11:13

Es spricht für die Blödheit österreichischer Politiker ZUERST die eigenen Banken und DANACH über die EZB auch noch den gesamten Süden und Osten mitzufinanzieren. Wenigstens den ersten Schritt hätte man dem österreichischen Steuerzahler ersparen können, nein: MÜSSEN. Aber es wird bald die Zeit kommen, in der man sich dieser Herrschaften aufgrund der massiven und unsanktionierten Umverteilung von unten nach oben erinnern wird. Vor etwas mehr als 250 Jahren wurde der "contrat social" auch am Vorabend der Französischen Revolution geschrieben...

verfasst am 22.10.2014, 17:26

Und was ist nun blöd daran wenn jemand seinen Geldgeber rettet ?

verfasst am 22.10.2014, 19:45

17.09.2016, 09:48

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Brexit, Operettenwahlen in Österreich und, ach ja, Donald Trump wird US-Präsident. Die Conclusio: Wir brauchen Unmöglichkeits-Szenarien.

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Von der viel getrommelten Bildungsoffensive, vom Bestreben, Österreich wieder nach vorne zu bringen, das Land zu einer postindustriellen Gesellschaft zu formen ist was übrig geblieben?

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Während Österreichs Wirtschaft schön langsam vor die Hunde geht, seine Flüchtlingspolitik die Nachbarn zu Spott und Hohn inspiriert und sein Bildungssystem im Reformstau steckenbleibt, diskutieren wir deutsche Klebstoffe auf österreichischen Wahlkuverts und den vierten Termin für eine Bundespräsidentenwahl.

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Das Gesundheitswesen ist ob seiner Größe ein schwerer und damit reformresistenter Tanker.

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