20.08.2012, 06:54  von Reuters/ekh

Asmussen deutet unlimitierte EZB-Interventionen an

EZB-Direktor Jörg Asmussen warnt vor einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone / Bild: (c) EPA (FRANK RUMPENHORST)

Schuldenkrise. Gleichzeitig fordert das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied, dass die von der Notenbank in Aussicht gestellten Anleihekäufe an strenge Bedingungen geknüpft werden.

Berlin. Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen will, dass die von der Notenbank in Aussicht gestellten Anleihekäufe zur Stützung von Schuldenländern an strenge Bedingungen geknüpft werden. "Aus meiner persönlichen Sicht wäre es gut zu fordern, dass ein Antrag auf Primärmarktintervention durch den EFSF/ESM gestellt werden muss, bevor auch die EZB tätig wird", sagte Asmussen der "Frankfurter Rundschau (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Der EZB-Rat werde dann in voller Unabhängigkeit entscheiden, ob, wann und wie Anleihen auf dem Sekundärmarkt gekauft werden.

Asmusen deutete an, dass das neue Programm zum Kauf von Anleihen im Gegensatz zu den bisherigen Programmen unbegrenzt sein soll. Auf die Frage, ob EZB-Chef Mario Draghi absichtlich nicht wie bisher eine Begrenzung in Zeit und Volumen genannt habe, antwortete Asmussen: "Sie haben ihm richtig zugehört."

Asmussen warnte davor, sich leichtfertig für einen Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion auszusprechen. Zwar wäre eine Trennung von Griechenland beherrschbar, aber gleichzeitig nicht so geordnet, wie manche es sich vorstellten. "Es wäre mit Wachstumseinbußen und höherer Arbeitslosigkeit verbunden und sehr teuer. In Griechenland, in ganz Europa und auch in Deutschland", sagte der Notenbanker.

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

15:42

Troika in Griechenland unerwünscht

14:03

40 Prozent der Italiener wollen aus der Eurozone austreten

13:03

Griechenland will Sparkurs beenden, auch wenn der Geldhahn zugedreht wird

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    11:02

    Die Preise in der Eurozone fallen immer schneller

    Die Preise in der Euro-Zone fallen immer schneller und nähren die Furcht vor einer wirtschaftlich gefährlichen Deflation. Die Lebenshaltungskosten sanken im Januar zum Vorjahr um 0,6 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Freitag mitteilte.

    08:26

    EU-Kommissar schließt Fristverlängerung für Griechenland nicht aus

    EU-Kommissar Jyrki Katainen steht einer Verlängerung der Frist für die Reformen in Griechenland skeptisch gegenüber, schließt sie aber nicht aus.

    07:38

    Niederlande: Bewaffneter Mann im TV-Studio

    Ein mit einer Pistolenattrappe ausgerüsteter Mann hat am Donnerstagabend die Redaktion des niederländischen Fernsehsenders NOS gestürmt und kurzzeitig einen Angestellten als Geisel genommen.

    29.01.2015, 18:56

    "Schwarzer Rauch" bei Präsidentenwahl in Italien

    Bei der ersten Abstimmung für die Wahl eines neuen Präsidenten in Italien ist es am Donnerstagabend im Parlament in Rom zu keinem Ergebnis gekommen

    29.01.2015, 18:40

    Insolvenzverfahren für deutsche Burger King GmbH aufgehoben

    Gut zwei Monate nach der Kündigung des umstrittenen Burger King-Franchisenehmers Yi-Ko hat die in Schieflage geratene deutsche Gesellschaft Burger King GmbH ihren Insolvenzantrag zurückgezogen.

    Umfrage