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17.11.2012, 20:17
Manila/Athen. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat in der Debatte über eine Schulden-Lösung von Griechenland Realitätssinn angemahnt. Eine Vereinbarung der internationalen Gläubiger über die Reduzierung der griechischen Schulden sollte auf der Wirklichkeit basieren und nicht auf Wunschdenken, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters in Manila. Es sei wichtig, dass solch eine Übereinkunft eine haltbare Lösung für die griechische Verschuldung liefere.
Schadensvermeidung
Auch müsse die anhaltende Ungewissheit beendet und weitere Schäden für die griechische Wirtschaft vermieden werden, forderte Lagarde. Sie kürzt einen Asien-Besuch ab, um an der Tagung der Eurogruppe am Dienstag in Brüssel teilzunehmen.
Zwei Ziele seien ihr wichtig, sagte Lagarde. Für Griechenland müsse ein Programm vereinbart werden, "das stabil ist, dass heute überzeugend und für morgen nachhaltig ist und dass verwurzelt ist in der Realität und nicht im Wunschdenken".
Als zweites habe sie im Blick, dass die Integrität, die Vertrauenswürdigkeit und die Qualität der Empfehlungen des IWF erhalten blieben. Das liege nicht nur im Sinne des Fonds, sondern auch der Europäer, denn daran seien sie interessiert.
Der IWF und die Regierungen der Eurozone sind über die weiteren Schritte zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland uneins. So plädiert der IWF für einen weiteren Schuldenschnitt, von dem auch die öffentlichen Gläubiger wie Staaten und die Europäische Zentralbank betroffen wären. Die deutsche Bundesregierung lehnt dies ab.
(APA/Reuters)
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