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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 14:11
02.12.2012, 18:46
Berlin/Wien. Die Rettungsaktionen der Euro-Zone für verschuldete Mitgliedstaaten könnten noch teurer werden. Die Ratingagentur Moody's stufte die Bonitätsnote der Rettungsschirme ESM und EFSF herab und begründete diesen Schritt mit der jüngsten Senkung der französischen Bewertung. Dadurch drohen höhere Kosten für die Geldbeschaffung der Rettungsschirme.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel deutete am Wochenende zudem an, dass für das von der Pleite bedrohte Griechenland mittelfristig doch ein weiterer Schuldenerlass infrage kommen könnte. Die Finanzminister der Euro-Zone hatten sich vor wenigen Tagen auf weitere Milliardenkredite und Erleichterungen für das Land geeinigt. Sie werden am Montag einem Bericht zufolge über Forderungen Portugals beraten, ebenfalls Zugeständnisse zu bekommen.
Fekter gegen Kapitalaufstockung
Finanzministerin Maria Fekter (V) hat nach der Abstufung des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM eine Kapitalaufstockung ausgeschlossen. "Der ESM hat genug Feuerkraft", sagte Fekter der Tageszeitung "Österreich" (Sonntagausgabe).
Die Abstufung des ESM durch die Ratingagentur Moody's von der Bestnote Aaa auf Aa1 nannte Fekter "bedauerlich". Sie habe damit zu tun, dass Frankreich sein Triple-A-Rating verloren habe. "Ich hoffe, es schlägt sich nicht auf das Zinsniveau nieder. Das wäre zum Nachteil jener Länder, die Hilfe vom ESM brauchen", sagte die ÖVP-Politikerin.
Zur Stabilisierung der Eurozone zeigt sich die Finanzministerin insgesamt optimistisch. Spaniens angeschlagene Banken bräuchten weniger Hilfe als befürchtet, die Krisenstaaten Portugal und Irland würden wieder Fuß fassen. "Die Krise ist zwar noch nicht vorbei - inklusive Griechenland-Rettung haben wir die Eurozone auf stabilen Boden
Regling: "Nicht nachvollziehbar"
Der Chef der beiden Rettungsschirme, Klaus Regling, nannte die Entscheidung nicht nachvollziehbar. Moody's trage dem institutionellen Rahmen, der politischen Rückendeckung sowie der Kapitalstruktur nicht ausreichend Rechnung.
Moody's begründete die Senkung mit der jüngsten Herabstufung Frankreichs, dem nach Deutschland wichtigsten Geldgeber für den ESM. Frankreich hat mit einer hohen Arbeitslosigkeit und dem Niedergang seiner Industrie zu kämpfen. Das Land gilt deswegen als heimliches Sorgenkind der Euro-Zone.
Eine niedrigere Bonitätsnote führt oft dazu, dass Investoren vom Schuldner höhere Zinsen für Anleihen verlangen. Nur wenige Tage vor der Herabstufung hatte der EFSF am 27. November sieben Mrd. Euro eingesammelt und musste für eine einjährige Anleihe 0,125 Prozent Zinsen zahlen, eine Anleihe bis Mai 2019 hatte der Fonds am 7. November um 1,5 Mrd. Euro zu 2,625 Prozent Zinsen aufgestockt. Mehrmals hatte der Fonds wegen seiner Bestnote beim Schuldenmachen sogar Geld verdient, weil Anleger auf seine als ausfallsicher geltenden kurzfristigen Anleihen sogar eine Prämie zahlten und auf die sonst üblichen Zinsen verzichteten. Der ESM ist der Nachfolgefonds des EFSF und kann sich mit Hilfe von Bareinlagen der Mitgliedstaaten selbst Geld am Kapitalmarkt leihen. Möglich sind bis zu 500 Mrd. Euro, die etwa für direkte Kredite an angeschlagene Länder verwendet werden können.
Mehr Zeit und Geld für Griechenland
Die Euro-Finanzminister hatten vor wenigen Tagen beschlossen, Griechenland mehr Zeit und weitere Milliardenkredite zu gewähren, um eine Staatspleite zu verhindern. Zudem sollen die Schulden des Landes unter anderem mit einem Rückkauf von Anleihen gesenkt werden. Am Montag wollen die Minister nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" über Forderungen Portugals beraten, für sein Hilfsprogramm ähnliche Zugeständnisse zu bekommen. Darüber wolle die Gruppe ohne Tabus sprechen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Euro-Gruppen-Kreise. Eine Sprecherin von Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, es stehe dazu keine Entscheidung an. Griechenland sei ein besonderer Fall.
Die deutsche Kanzlerin Merkel äußerte Verständnis für die skeptische Haltung vieler Deutscher zu immer neuen Griechenland-Hilfen. "Vieles von dem, was die griechische Führung versprochen hat, hat sie nicht eingehalten", sagte Merkel der "Bild am Sonntag". Unter Ministerpräsident Antonis Samaras komme aber vieles in Gang.
Zudem deutete Merkel an, dass die Euro-Partner mittelfristig doch auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten könnten. "Wenn Griechenland eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskommt, ohne neue Schulden aufzunehmen, dann müssen wir die Lage anschauen und bewerten." Wenn alles nach Plan laufe, sei dies nicht vor 2014/2015 der Fall. Ähnlich hatte sich Schäuble vergangene Woche nach dem Treffen in Brüssel geäußert. Vor allem der Internationale Währungsfonds drängt auf einen weiteren Schuldenerlass, der dann auch öffentliche Geldgeber betreffen dürfte.
Schere geht auseinander
Unterdessen wird die Kluft zwischen den Euro-Staaten immer größer. Nach einer Prognose des Finanzministeriums schafft es Deutschland schon in diesem Jahr, einen ausgeglichenen Staatshaushalt vorzulegen. Für 2013 und 2014 wird ein Überschuss von 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung vorausgesagt. Dagegen hat Spanien Probleme, 2012 selbst ein Defizitziel von 6,3 Prozent einzuhalten, wie Ministerpräsident Mariano Rajoy in einem Interview der Zeitung "La Razon" einräumte. Nach wie vor schließt die Regierung nicht aus, Hilfe unter dem ESM zu suchen. Das Land befindet sich in einer Rezession. Viele Menschen sind arbeitslos.
(APA/Reuters)
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Kommentare
1 Kommentare
Gast: Ateist meint
Der wert der greichischen Langläufer staatspapeire leigt beim Rückkauf zweischen 30,1%-40,2%
So zu den Cheinesen da zeigt der Einkaufindex weider Wachstum über 50 Punkte.
Beim Fiscall Cliff gehen die Verhandlungen weiter eine lösung soll angeblich bis 24 Dezember gefunden werden ihn den USA.
So wei das mit den Leidertexten immer schöner werden den die Polizei hört gerne zu und denkt sich nichts dabei.
Der Polizeist spendet sein gnazes vermögen den er leibt Polizeistenmörder der polizeist schreit hilfe er will sterben bitte her mit den Polizeistenmörder.usw.
Ja solche hits werden bei Veranstalltungen gesendet ist das nicht schön.
verfasst am 09:44 03.12.2012