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04.01.2013, 10:10
Berlin. Den deutschen Dienstleistern ist nach viermonatiger Durststrecke die Rückkehr zu Wachstum gelungen. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Dezember um 2,3 auf 52,0 Punkte, teilte das Markit-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mit. Damit liegt das Barometer erstmals seit Juli wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum signalisiert. "Die Dienstleister konnten den größten Geschäftszuwachs seit April 2012 verzeichnen", sagte Markit-Ökonom Tim Moore.
Dennoch blieb das Barometer unter seinem langjährigen Durchschnittswert von 52,9 Punkten. "Einer der Hauptgründe hierfür war die relativ geringe Zahl an Neu- und Folgeaufträgen", sagte Moore. "Diese waren auch dafür verantwortlich, dass die Dienstleister ihre Auftragspolster weiter abbauten und der Beschäftigungszuwachs im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2012 sehr bescheiden ausfiel."
Die Erholung der Dienstleister dürfte aber nicht verhindern, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal geschrumpft ist. Darauf deutet vor allem die Entwicklung der Industrie hin: Deren Einkaufsmanagerindex verharrte im Dezember mit 46,0 Zählern deutlich unter der Wachstumsschwelle.
Europa-Index 9-Monats-Hoch
Die Privatwirtschaft hat auch in der Eurozone ihre Talfahrt verlangsamt und weckt Hoffnung auf ein nahendes Ende der Rezession. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Dezember zum Vormonat um 0,7 auf 47,2 Punkte, wie das Markit-Institut am Freitag zu ihren endgültigen Umfragedaten mitteilte. Dies ist der beste Wert binnen neun Monaten. Dennoch verharrte das Barometer, das Industrie und Servicesektor zusammenfasst, zum elften Mal in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
"Die Einkaufsmanager-Daten nähren die Hoffnung, dass sich die Eurozone aus der Rezession herauskämpft", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Geschäftstätigkeit im Servicesektor blieben im Dezember rückläufig. Das Barometer für den Dienstleistungssektor stieg auf 47,8 von 46,7 Punkten im November. Damit fielen die Geschäftseinbußen immerhin schwächer aus als in den zurückliegenden vier Monaten.
(Reuters)
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