06.01.2013, 10:05

Frauenpower an der deutschen Börse

Brigitte Ederer, Vorstand bei Siemens / Bild: WB/Mayr

Gender. Derzeit gibt es 15 weibliche Vorstände in den 30 Dax-Konzernen; 2010 waren es gerade mal drei Frauen gewesen. Allerdings hat mehr als die Hälfte gar keine Frau im Vorstand.

Frankfurt am Main/Berlin. In den Vorständen der 30 Dax-Konzerne sitzen immer mehr Frauen. Derzeit gibt es 15 weibliche Vorstandsmitglieder. Das entspricht einem Anteil von knapp acht Prozent, wie die "Frankfurter Rundschau" (Samstag) berechnet hat. Noch 2010 hätten die Aushängeschilder der deutschen Wirtschaft gerade einmal drei Frauen in der Top-Führungsebene beschäftigt. "Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die sicherlich damit zusammenhängt, dass die Dax-Konzerne im öffentlichen Fokus und damit unter besonderer Beobachtung stehen", sagte Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dem Blatt.

Allerdings haben 17 der 30 Dax-Konzerne keine einzige Frau im Vorstand. Dagegen gehören bei der Deutschen Telekom und bei Siemens jeweils zwei Frauen zur Führungsriege, darunter die Österreicherin und ehemalige SPÖ-EU-Staatssekretärin Brigitte Ederer. Eine der 15 Vorstandsfrauen wird ihren Posten heuer allerdings wieder abgeben. Siemens-Einkaufsvorstand Barbara Kux verzichtet auf eine Verlängerung ihres Vertrages und wird den Elektrokonzern Ende 2013 verlassen. Die 58 Jahre alte Managerin verantwortet seit 2008 den Einkauf bei Siemens und war die erste Frau in der Führungsspitze des mehr als 160 Jahre alten Unternehmens und die zweite Frau im Vorstand eines Dax-Konzerns.

 

(APA/dpa)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

13:31

Alle Multis sollen Steuern und Gewinne in EU offenlegen

10:36

Mindestens 500 Milliarden € für den Atomkraft-Ausbau

10:14

Pro & Contra – Der Streit um das Bargeld

Kommentare

0 Kommentare

09:46

Fusionsgerüchte um Hasbro und "Barbie-"Hersteller Mattel

Die US-Branchenriesen Hasbro und Mattel sollen über eine Fusion gesprochen haben. Nicht nur Barbie und Furby, auch etliche andere weltweit bekannte Spielzeugmarken könnten dabei verkuppelt werden.

07:04

Notenbankchefs fordern gemeinsames Finanzministerium der Euro-Zone

Die Notenbank-Präsidenten von Deutschland und Frankreich, Jens Weidmann und Francois Villeroy de Galhau, haben ein gemeinsames Finanzministerium für den Euro-Raum gefordert.

06:42

Fußball: Wie Budgets über Siege entscheiden

Ob Bundesliga oder internationaler Fußballzirkus: Die Analyse der Vereinsbudgets zeigt deutlich, dass der Erfolg von Klubs stark von der Höhe ihrer Budgets abhängt.

07.02.2016, 18:05

Siemens plant scheinbar weiteren Stellenabbau

Bei Siemens droht laut "Handelsblatt" ein weiterer Stellenabbau.

07.02.2016, 15:05

Starker Konsum: Deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs

Vieles spricht dafür, dass die deutsche Wirtschaft auch im Schlussquartal 2015 gewachsen ist.

Umfrage

  • Wie bewerten Sie das österreichische Bildungssystem?
  • sehr gut
  • gut
  • befriedigend
  • genügend
  • nicht genügend