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21.01.2013, 16:08
Stuttgart/Wien/Bern. Hohe Steuern und Arbeitskosten, zu viel Regulierung: Familienunternehmen haben in Deutschland, aber auch in Österreich einer deutschen Studie zufolge relativ schlechte Bedingungen. Österreich landet in einem Vergleich unter 17 europäischen Staaten und den USA nur im unteren Mittelfeld auf dem 10. Platz, einen Platz vor Deutschland.
Das ist das Ergebnis einer Analyse des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftspolitik (ZEW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen, die am Montag in Stuttgart vorgestellt wurde. Sieger der Studie ist die Schweiz vor Finnland und Dänemark. Schlusslicht ist Italien, nur wenig besser liegen Spanien und Polen.
Für die Studie hatte das ZEW die Faktoren Steuern, Arbeitskosten, Produktivität, Regulierung, Finanzierung, Infrastruktur, Energiekosten und das Potenzial der Arbeitskräfte untersucht.
Das Ergebnis: Bei Steuern schneidet Österreich vergleichsweise schlecht ab und kann sich nur knapp vor Deutschland auf Rang 12 platzieren. Demnach braucht ein mittelständisches Unternehmen in Österreich 170 Arbeitsstunden, um den bürokratischen Aufwand für seine Steuerpflichten zu bewältigen. In der Schweiz sind es nur 63.
Noch schlechter sieht es in puncto Regulierung aus - hier belegt Österreich den 18. und damit letzten Platz. Dabei geht es um Hindernisse, denen sich Familienunternehmen durch Regulierungen bei Personalentscheidungen, auf Produktmärkten und in ihrer täglichen Geschäftstätigkeit gegenüber sehen.
Kleiner Trost: Bei der Finanzierung läuft es in Österreich für Familienunternehmen deutlich besser. Sie können sich vergleichsweise gut Finanzmittel für Investitionen und das tägliche Geschäft beschaffen, Österreich belegt hier den 5. Rang - Spitzenreiter ist wenig überraschend auch hier die Schweiz. Bei der Infrastruktur konnte sich Österreich im dem Ranking im Mittelfeld (9. Rang) platzieren.
(APA/dpa)
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