25.01.2013, 15:05

Nestlé wegen Spionage gegen Attac verurteilt

Scheitert mit Attacke auf Attac / Bild: WB/Jindrich Foltin

Der Nahrungsmittelkonzern schickte Securitas-Mitarbeiter an, Attac-Mitglieder auszuspionieren. Diese wollten ein Buch über den Lebensmittelkonzern verfassen.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé und die Sicherheitsfirma Securitas sind wegen Spionagetätigkeit verurteilt worden. Ein Zivilgericht im Schweizer Kanton Waadtland beurteilte eine Aktion der beiden Unternehmen beim globalisierungskritischen Netzwerk Attac als unerlaubte Infiltration, wie die Anwälte von Attac mitteilten.

Attac Schweiz nimmt den Entscheid des Zivilgerichts Lausanne in der Affäre "Nestlégate" laut einer Mitteilung vom Freitag mit großer Befriedigung zur Kenntnis. Das Gericht habe den Anspruch auf Genugtuung gutgeheißen und damit auch zugestanden, dass die Persönlichkeitsrechte der Klägerinnen verletzt worden seien.

Buchautoren ausspioniert

Nestlé und Securitas wurden laut Attac dazu verurteilt, den beiden Klägerinnen eine Entschädigung in der Höhe von je 3.000 Franken (2.416,04 Euro) zu bezahlen.

2008 wurde gegen Nestlé und Securitas Strafanzeige erstattet und gleichzeitig eine Zivilklage eingereicht, nachdem das Westschweizer Fernsehen TSR publik gemacht hatte, dass eine Gruppe von Attac Waadt, die an einem Buch über Nestlé arbeitete, von einer Securitas-Mitarbeiterin im Auftrag von Nestlé infiltriert und ausspioniert worden war.

 

(APA)

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Kommentare

3 Kommentare

Gast: Gast23 meint

Das hat jetzt 5 (!) Jahre gedauert?

verfasst am 29.01.2013, 10:02

@Gourmet: Ich finde das nicht befremdlich sondern verwerflich.

verfasst am 28.01.2013, 16:37

Gourmet meint

Was macht ein Manager wenn er keine Ahnung hat was er tun kann: Er sucht sich etwas neues!
Das Nestle auf das Wasser als ein in ihrem Sinne definiertes Lebensmittel lechzt und es nicht so gerne sieht, dass es ein Grund- und gleichzeitiges Menschenrecht sein soll, ist befremdlich.

verfasst am 26.01.2013, 17:57

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