15.06.2014, 11:14  von Reuters/schu

Deutschlands Energiewende setzt Europa unter Strom

Strompreise im Sturzflug, ächzende Verbraucher, verstopfte Netze – die Folgen der Energiewende für Europa / Bild: Reuters

Die Entscheidung fällt gut drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima: Das tschechische Atomkraftwerk Temelin wird nicht erweitert und die Ausschreibung zum Bau zweier neuer Reaktoren gestoppt. Freude bei der Anti-Atom-Bewegung der Nachbarstaaten Deutschland und Österreich. Das Aus für den Temelin-Neubau hat aber nichts mit der Furcht vor einem weiteren Nuklear-Desaster zu tun, sondern eher mit der Energiewende in Deutschland und ihren weitreichenden Folgen.

Denn seither sind die Strompreise in Europa auf rasanter Talfahrt. Das macht den Reaktor-Bau nur noch mit staatlichen Hilfen wirtschaftlich sinnvoll. Und die will Tschechien nicht geben.

Die Folgen des Atom-Unglücks in Japan zeigen sich aber nicht nur im Temelin-Beschluss, sondern generell in der Energiepolitik in Europa - mit Auswirkungen für die Leitungsnetze, die Speicherkraftwerke, die Versorger, die Industrie und nicht zuletzt für die Verbraucher. Getrieben durch die Energiewende in Deutschland, dem Land im Herzen Europas, hat sich der Strommarkt auf dem Kontinent gewandelt. Wie immer bei einem solchen Umbruch, gibt es Gewinner und Verlierer. Der Fall Temelin deutet an, dass die Verlierer auch jenseits der Grenzen bei den Strom-Versorgern zu suchen sind. Auf der sonnigeren Seite stehen die großen Verbraucher, vor allem die Industrie in den meisten Ländern. Denn Strom wird immer billiger.

Preise fallen auf Zehn-Jahres-Tief

Jahrelang wurde Atomkraft als Risikotechnologie von vielen heftig bekämpft, von anderen dagegen als Garant günstiger Elektrizität gepriesen. Nach Fukushima sind Atomausstieg und Energiewende in Deutschland nun Konsens - trotz aller Debatten über die Kosten der Ökostrom-Förderung. Die älteren Meiler werden schnell abgeschaltet, bis 2022 sollen auch die moderneren vom Netz. Im ersten Quartal 2014 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch in Deutschland schon 27 Prozent, größer als der Anteil des Atomstroms vor Fukushima. Die Folge: Die billige Energie aus Wind, Sonne oder Biomasse drückt die Preise an den europäischen Börsen praktisch permanent - sie haben den tiefsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht.

Während die Verbraucher in Deutschland unter den zusätzlichen staatlichen Abgaben vor allem für die Ökostrom-Förderung stöhnen, fließt immer mehr in den Export und drückt die Tarife auch in Nachbarländern. Die Energie aus Wind, Wasser oder Sonne kostet bei der Produktion praktisch nichts, die Investitionen hierfür sind über die Umlage der deutschen Verbraucher bezahlt. Der Ökostrom verdrängt so aus wirtschaftlichen Gründen alle anderen Energieformen - ob Kohle, Gas oder Atom, für die die Kosten deutlich höher sind.

Seit der Liberalisierung des Strommarktes vor gut 15 Jahren wird Elektrizität analog zu anderen Waren über die Börse gehandelt - jedenfalls für große Mengen. Kraftwerksbetreiber verkaufen dabei ihre Kapazitäten meist über mehrere Jahre im Voraus an Großabnehmer der Industrie. Kurzfristige Nachfrage-Spitzen können über ein gesondertes Marktsegment abgedeckt werden. Die Betreiber der großen Stromnetze haben dabei die Aufgabe, die Leitungen stabil zu halten und Handel sowie die Spannung im Netz in Einklang zu bringen. Dafür können sie auch in die Leistung des Kaftwerksparks eingreifen. Als Zwischenhändler verkaufen sie an der Börse zudem den Ökostrom, der vor allem bei Sonnenschein oder kräftigem Wind die Preise für kurzfristige Lieferungen drückt.

Wirtschaftsflaute in Südeuropa

Verstärkt wird der allgemeine Preisverfall an den Börsen durch die Wirtschaftsflaute in Südeuropa sowie niedrige Preise für CO2-Verschmutzungsrechte. Dadurch bleiben Kohlekraftwerke, die besonders viele Rechte benötigen, profitabel und gehen anders als gedacht nicht so schnell vom Netz. Das erhöht die Überproduktion. "Deutschland subventioniert die Großhandelspreise für Strom auch im Ausland, zum Vorteil der industriellen Großkunden in unseren Nachbarländern", sagt Christian Growitsch vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Uni Köln (EWI). Sehr zum Leidwesen der Versorger, die für ihren Strom immer weniger bekommen.

In Deutschland ist der Druck auf E.ON, RWE, EnBW oder Vattenfall als Teil der Energiewende eingeplant. Die Sympathie für das Atom-Oligopol ist bei Verbrauchern begrenzt. Doch mittlerweile ist klar, dass es auch Versorger in den deutschen Nachbarländern trifft - unabhängig davon, ob sie auf Atom, Kohle oder Gas setzen. Da viele zumindest teilweise noch im Staatsbesitz sind und Dividenden ausschütten sollen, fallen die Reaktionen der Regierungen zur deutschen Energiewende reserviert aus.

"Verstopft" die Netze

Hinzu kommt: Produziert wird der Ökostrom in Deutschland zunehmend im Norden wegen der zahlreichen Windräder und dem Ausbau auf hoher See. Die Abnehmer sind jedoch vorwiegend in Süddeutschland oder Österreich und Italien. Da die deutschen Stromautobahnen nach Süden noch fehlen, sucht sich die Elektrizität ihren Weg über östliche und westliche Nachbarn und "verstopft" dort die Netze. Besonders Polen und Tschechien beklagen sich.

"Die Netze dort sind zwar stabiler als häufig dargestellt", sagt Markus Steigenberger vom Berliner Forschungsinstitut "Agora Energiewende". "Der Stromhandel wird dadurch aber für die Nachbarn schon eingeschränkt." Das betrifft vor allem den Handel mit Deutschland. Polen ist wegen seiner üppigen und vergleichsweise leicht zu fördernden Kohlevorräte eines der Billig-Stromländer in Europa gewesen und setzte daher lange auf den Export. Der jedoch wird durch die Flut deutschen Ökostroms eingeschränkt.

Die deutsche Energiewende hat noch eine Wirkung. Zwar gilt in der EU der Grundsatz, jedes Land könne seinen Energiemix frei wählen. Doch faktisch betreibt Deutschland den Atomausstieg in anderen Ländern mit oder erschwert zumindest eine Renaissance der Kernkraft. Siehe Temelin. "Neue Kernkraftwerke wären heute im Wettbewerb nicht mehr zu betreiben", sagt Growitsch vom EWI. "Sie sind schlicht zu teuer."

Dabei soll der Ökostrom-Ausbau in Deutschland in zügigem Tempo weitergehen. 2035 soll der Anteil erneuerbarer Energien bei 60 Prozent liegen. Obwohl die letzten Atomkraftwerke 2022 vom Netz sind, wird sich so nach Einschätzung des Experten Growitsch die Produktion insgesamt erhöhen. "Die Exporte werden 2022 doppelt so hoch sein wie 2012", sagt er. "Bis dahin werden die Ausfuhren wegen der laufenden Kernkraftwerke und des Ausbaus der Erneuerbaren sogar noch höher ausfallen." Schon 2013 hatte der Stromfluss ins Ausland einen Rekordwert erreicht.

"Die Energiewende ist kein nationales Projekt", sagt auch RWE-Chef Peter Terium. Die Auswirkungen auf die Nachbarn seien so groß, dass die "Energiewende" in englischer Sprache schon ohne Übersetzung verstanden werde.

Die Folgen der Wende für Europa ähneln sich in einer Reihe von Punkten, doch jedes Land spürt sie anders:

POLEN

Polen beklagt, dass deutscher Windstrom zunehmend über die Grenze drückt und das dortige Stromnetz an seine Grenzen bringt - bis es zu den Abnehmern in Süddeutschland, Österreich oder Italien fließt. Hier macht sich die Lücke beim Ausbau der Nord-Süd-Stromautobahnen bemerkbar. Jetzt wird an der Grenze ein sogenannter Phasen-Schieber installiert. Er wirkt wie ein Ventil, drosselt den ungewollten Stromfluss von West nach Ost und soll so Kapazitäten für Handel in die umgekehrte Richtung wieder frei machen. Das wiederum heißt: Um das deutsche Netz nicht zu überlasten, müssen Windräder zunehmend bei Sturm abgeregelt werden. Die entgangenen Einnahmen ersetzt der deutsche Stromkunde den Betreibern nahezu vollständig. Die Preise in Polen und Deutschland haben sich inzwischen weitgehend angeglichen, so dass der Export die Bedeutung für Polen verloren hat, die er noch in der Vergangenheit hatte.

TSCHECHIEN

Die Lage in Tschechien hat Ähnlichkeiten mit der in Polen: Tschechien produziert vergleichsweise billigen Strom aus Braunkohle und Atom und leidet ebenfalls unter ungewollten Stromflüssen aus Deutschland. Auch hier soll daher ein Phasenschieber an der Grenze helfen, um den Stromhandel zu beleben und das Netz zu entlasten.

Der Versorger CEZ ist zu 70 Prozent im Staatsbesitz und musste wegen des Strompreisverfalls wie andere in Europa Gewinneinbrüche verkraften. Dazu drohen immer wieder Abschreibungen auf den Wert der Kraftwerke. Die Dividende des Versorgers, der auch Temelin betreibt, finanziert einen großen Teil des Staatshaushalts. 2013 sackte der Nettogewinn des größten osteuropäischen Versorgers auf rund 1,3 Milliarden Euro ab - etwas mehr als die Hälfte fließt als Dividende an den Staat. Zum Vergleich: Der Staatshaushalt soll in diesem Jahr eine Neuverschuldung von rund fünf Milliarden Euro ausweisen. Damit schrammt das Land, das den Beitritt zur Euro-Zone ins Auge gefasst hat, an der Defizit-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Vertrags von Maastricht entlang.

ÖSTERREICH

Das Land verbindet mit der deutschen Energiewende große Hoffnungen: Es verfügt in den Alpen über eine Reihe von Pumpspeicherkraftwerken, die überschüssigen Solar- oder Windstrom aus Deutschland nutzen können, um Wasser nach oben zu pumpen. In Zeiten von Flaute, Dunkelheit oder starker Nachfrage, also bei höheren Börsenpreisen, kann mit dem Wasser dann wieder Strom erzeugt werden. Dies hat in der Vergangenheit auch funktioniert, die Alpen waren also eine Art Batterie für Deutschland. Teilweise zahlten deutsche Versorger in Phasen hoher Ökostrom-Produktion sogar dafür, dass der Strom abgenommen und das Netz so stabilisiert wurde.

Andererseits leidet der staatlich dominierte Versorger Verbund aber auch unter dem Verfall der Preise: Gaskraftwerke etwa rechnen sich nicht mehr, da der Brennstoff vergleichsweise teuer ist. Milliardenschwere Abschreibungen waren die Folge. Dazu kommt: Bayerische Solarenergie wird naturgemäß vor allem in der Mittagszeit produziert. Früher war dies die Zeit des Tageshochs der Preise, dies wird nun durch die Solarkraftwerke ausgeglichen. Das trifft zumindest an sonnigen Tagen die Speicherkraftwerke, die ihr Geschäft gerade mit den Schwankungen innerhalb eines Tages machen. Doch es gibt auch Zufriedenheit in Österreich wie fast in ganz Europa: "Die Industrie ist auch hier der Gewinner", sagt Markus Steigenberger vom Institut "Agora Energiewende".

SCHWEIZ

Auch hier profitiert die Industrie, auch hier stellt sich das Problem mit den Pumpspeicherwerken. Die Schweiz versorgt sich fast ausschließlich durch billige Wasserkraft und Atom, die Versorger leiden somit weniger unter den niedrigen Preisen. Zudem hilft die zentrale Lage in Europa zwischen Industriestaaten bei Engpässen: "Das Land kann seine Stromspitzen über die gut ausgebauten Leitungen nach Deutschland und Frankreich decken", sagt Experte Growitisch vom EWI.

Dennoch hat die Energiewende Einfluss gehabt: Als einziger Nachbar hat das Land nach Deutschland den Atomausstieg beschlossen. Wurde vor Fukushima noch über den Bau neuer Kernkraftwerke nachgedacht, sollen nun die bestehenden fünf Reaktoren zum Ende ihrer Laufzeiten vom Netz gehen, der letzte um das Jahr 2035 herum. Ähnlich wie in Deutschland soll die Energieeffizienz dafür verbessert und der Ökostrom ausgebaut werden.

FRANKREICH

Die sozialistische Regierung will ebenfalls erneuerbare Energien stärker ausbauen, setzt aber weiter auf die traditionelle Atomkraft. Der staatliche Versorger EDF produziert so zwar billig, die gefallenen Großhandelspreise machen aber auch ihm zu schaffen. Allerdings hat die Industrie ohnehin zahlreiche Sondertarife. Dennoch beschwerte sich der französische Industrieverband kürzlich über die niedrigen Preise in Deutschland, die den dortigen Unternehmen einen unfairen Vorteil verschafften. Der Stromhandel kann die Differenzen kaum angleichen, da er auch wegen eines schwachen Netzes zwischen den größten Industriestaaten Europas relativ gering ist.

BENELUX

Die Netze der Niederlande und von Luxemburg sind über Phasenschieber mit Deutschland seit langem verbunden, so dass umfangreicher Handel möglich ist. Denn ähnlich wie in Polen oder Tschechien sucht sich deutscher Windstrom seinen Weg von Nordwestdeutschland über die Benelux-Länder und Frankreich nach Süden.

Belgien ist das einzige Nachbarland, das noch keine direkte Stromleitung nach Deutschland hat. Diese ist in Planung, auch weil es in dem Land eine Debatte über die Versorgungssicherheit gibt. Das Land, dass in Europa durch seine einst dauerbeleuchteten Autobahnen bekannt war, hat zwei Atomreaktoren, die etwa die Hälfte des Bedarfs decken. Zuletzt mussten diese wegen Wartungen aber öfters vom Netz, worauf die Versorgung über die Nachbarländer lief. Bis 2025 sollen die Meiler ganz abgeschaltet werden.

Die günstige Elektrizität aus Deutschland hat in den Benelux-Ländern vor allem auf die Niederlande Auswirkungen. Denn hier sind die Preise im europäischen Vergleich besonders hoch, weil das Land vor allem auf Gaskraftwerke setzte, die aus heimischem Brennstoff gespeist wurde. Die Förderung geht allmählich zurück und das Gas ist vergleichsweise teuer. Die Preise lagen zuletzt um rund 20 Prozent über dem deutschen Niveau. Entsprechend sind die Niederlande in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Abnehmer der deutschen Exporte geworden, so dass die Leitungen an ihre Belastungsgrenze kommen.

Der holländische Aluminium-Hersteller und Großverbraucher Aldel machte Schlagzeilen, als er zum Jahreswechsel Insolvenz anmeldete - und dafür die niedrigen Strompreise der Konkurrenz in Deutschland mitverantwortlich machte. Aldel hatte sogar erwogen eine eigene Stromleitung ins Nachbarland zu legen.

SKANDINAVIEN

Dänemark, Norwegen und Schweden haben wegen viel Wasser- und Windkraft einen hohen Anteil an grünem Strom sowie niedrige Börsenpreise an ihrem zentralen Markt in Oslo. Dänemark will in den nächsten Jahren seine letzen Kohlekraftwerke vom Netz nehmen. Geplant ist von Deutschland aus sowohl eine bessere Leitungsanbindung nach Norwegen als auch über die Ostsee nach Schweden. Wegen der Batteriefunktion von Wasserkraftwerken dort kann deutscher Windstrom aus den Küstenregionen gespeichert werden: In Zeiten hoher Preise nutzen die Skandinavier ausländischen Billig-Strom, während sie zugleich in den Wasserkraftwerken die Talsperren auffüllen. Die im Schnitt niedrigen, aber dafür stark schwankenden Preise an der Osloer Börse machen zudem den Handel attraktiv.

 

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Kommentare

4 Kommentare

Gast: KleinW meint

Völliger Unsinn ist die Aussage zu Norwegen: In Norwegen gibt es nur einen (1) Pumpseicher. Alles andere sind Bergeseen mit intakter Besiedelung von Pflanzen und Tieren. Diese stehen schon mal nicht als "Pumpspeicher" zur Verfügung!
Was aber viel wichtiger und schwerwiegender ist: Es gibt überhaupt kein Kabel zwischen Norwegen und Deutschland! Wer dieses Märchen immer wieder in die Welt setzt lügt oder hat keine Ahnung!
Norwegen hat selbst im Winter erhebliche Probleme mit der eigenen Stromversorgung! Die nötigen ca. 4 GW beziehen sie aus den vielen kleinen Bertgessen mit 200 bis 400 m Fallhöhe, womit jeweils eine kleine Region versogt wird. In den letzten Jahren gab es erhebliche Probleme mit der Stromversorgung, die zwar nicht gelöst sind aber derzeit mit mobilen Gaskraftwerken temporär überbrückt werden. Würde Norwegen aus deutschland Strom beziehen, gäbe es die Probleme auch und zwar dann wenn der Wind nicht genug weht! das ist an mindestens 7000 Stunden im Jahr der Fall!
Mit Wind und Sonne kann man unsere Stromversorgung nie lösen, da mit Wind auf dem Land nur ca. 1400 Volllastsunden im Jahr zustande kommen! Solar ist mit 700 Volllaststunden noch schlechter dran aber "besser einplanbar", weilm weiß, dass nachts die Sonne nie scheintz und im Winter sowieso fast nichts uas Solarenergie zur Verfügung steht! Unsere Nachbar werden uns noch bitter und spöttisch auslachen mit einer promovierten Kanzlerin und Physikerin an der Spirtze dieser lächerlichen Veranstaltung!

verfasst am 25.07.2014, 15:33

Gast: dehotz meint

Der Deutsche bezahlt den Ökostrom, der dann zu niedrigst oder negativpreisen ins Ausland verklappt wird.

Somit steigen in D die Stromnpreise und fallen außerhalb. Weder zu bejubeln, noch wünschenswert. Denn dieser Preisverfall, gefährdet die Versorgunsgsicherheit, wenn dadurch Kraftwerke, die physikalisch benötigt werden, unrentabel sind.

Die Energiewende entkoppelt die Physik der Stromversorgung von deren wirtschaftlicher Abbildung zunehmend.

mfg

verfasst am 16.06.2014, 08:11

Gast: RS meint

Profunder und sehr gut recherchierter Bericht.
Besten Dank für die kompetente und übersichtliche Darstellung der Thematik.

verfasst am 16.06.2014, 07:39

Gratulation an das Wirtschaftsblatt, seit langem wieder einmal ein Artikel der 'Hand und Fuß' hat. Die Qualität würd ich mir öfters erwarten.

verfasst am 15.06.2014, 14:19

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