06.03.2016, 17:29

Flüchtlinge: CSU-Politiker will Syrer direkt nach Europa fliegen

Der Stau an der griechisch-mazedonischen Grenze ließe sich vermeiden, meint Manfred Weber / Bild: (c) APA/AFP/LOUISA GOULIAMAKI (LOUISA GOULIAMAKI)

Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, der CSU-Politiker Manfred Weber, will den Flüchtlingstreck durch Europa verkürzen: Die Fliehenden sollen direkt von der türkischen Grenze abgeholt und auf Europa verteilt werden.

Der EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber hat sich dafür ausgesprochen, syrische Flüchtlinge von der türkischen Grenze direkt nach Europa zu holen. "Wir müssen einen Teil der Aleppo-Flüchtlinge etwa mit Transall-Maschinen von der türkisch-syrischen Grenze direkt nach Europa fliegen und dort verteilen", sagte der Vizechef der bayerischen CSU den Funke-Zeitungen (Montagsausgaben).

"Daher müssen Kontingente in den Mitgliedsstaaten eingerichtet werden", sagte Weber. "Wir können von der Türkei nicht verlangen, die griechische Grenze dichtzumachen und gleichzeitig die syrische Grenze zu öffnen." Weber äußerte sich vor dem Gipfeltreffen der EU-Staaten mit der Türkei am Montag, bei dem über die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise diskutiert werden soll.

Weber sprach sich zugleich dafür aus, die Frage des EU-Beitritts der Türkei von der Tagesordnung zu nehmen. Europäer und Türken sollten "endlich damit aufhören, jede Zusammenarbeit in Sachfragen mit einer Aufnahme in die EU zu verbinden", sagte der CSU-Vize. Bei der Problemlösung komme man viel besser voran, "wenn wir die Beitrittsfrage mal beiseiteschieben", sagte Weber.

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Kommentare

3 Kommentare

phoebe05 meint

Ein Transport ist eine gute Idee, aber in die andere Richtung, nämlich in die Türkei.

verfasst am 07.03.2016, 07:14

Stenzl meint

Auf den Gedanken, den NATO-Angriffskrieg in Syrien einzustellen, kommt natürlich keiner.

verfasst am 06.03.2016, 19:10

zombie1969 meint

Ob nun Schweden, Österreich, Deutschland oder die Schweiz: Ein langsamerer Zustrom ist immer noch ein Zustrom, auch wenn der Punkt der absoluten Überforderung etwas später erreicht wird, sprich der Schrecken ohne Ende sich etwas länger hinzieht.
Es wird aber nicht gehen ohne das Ende mit Schrecken, also die klare Feststellung, dass niemand mehr aufgenommen werden kann, und dass der politische Wille besteht, diese Weigerung auch mit harten Massnahmen durchzusetzen.

verfasst am 06.03.2016, 18:26

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