28.02.2012, 00:35  von Bogdan Asaftei

Österreichs Banken gut für Karriere

Bild: epa

Rumänien. Raiffeisen-Manager Cristian Sporis wurde zum stellvertretenden Finanzminister ernannt

Bukarest. Zu den ersten Aufgaben des neuen rumänischen Finanzministers Bogdan Dragoi gehörte es, seinen eigenen früheren Job nachzubesetzen: Vor seiner Ernennung zum Minister war er Staatssekretär für das Staatsschuldenmanagement, de facto stellvertretender Minister.

Dragois Wahl für seine Nachfolge in diesem Job fiel auf Cristian Sporis, der bei Raiffeisen Rumänien die Anlage-Geschäfte leitet. Der 36jährige Sporis, gebürtiger Rumäne und an der Bank-und Finanz-Fakultät der Akademie für Wirtschaftsstudien in Bukarest ausgebildet, verdiente seine ersten Sporen bei der rumänischen Tochter der Nationalbank of Greece, ehe er 2001 zu Raiffeisen wechselte. Seit 2003 ist er dort für die Anlage-Sparte zuständig, seit 2005 als Vorstand.

Chef des Finanzrates

Raiffeisen hat sich bereits früher als Personalreserve für staatliche Ökonomen bewährt: Ionut Dumitru, Chef-Ökonom der Raiffeisen Bank Romania, wurde im Juli 2010 zum Präsident des Finanzrates ernannt, eines unabhängigen Beratungsgremiums, das Regierung und Parlament bei der Erstellung von Budgets und der Finanzpolitik unterstützt.

Aber auch der große Konkurrent von Raiffeisen in Rumänien, die Erste-Tochter BCR, eignet sich offenbar hervorragend als Sprungbrett für höhere Weihen: Der studierte Wirtschaftswissenschafter Lucian Anghel war langjähriger Chefökonom der BCR, ehe er Mitte Jänner zum Präsidenten der Bukarester Börse wurde.

Alle drei - Cristian Sporis, Ionut Dumitru und Lucian Anghel - sind gebürtige Rumänen, haben ihren Aufstieg aber in österreichischen Bank-Töchtern geschafft.

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