22.02.2012, 00:31  von Daniela Friedinger

"In der Türkei ist das Risiko bei Weitem geringer als in Russland"

Bild: colourbox

Türkei. M27-Geschäftsführer Jean-Luc Dautriat sieht Investitionspotential in der Türkei.

Istanbul. Die M27 Consulting GmbH mit Sitz in Wien hat sich kürzlich einen türkischen Partner angelacht. Genauer gesagt handelt es sich um ein deutsch-türkisches Beratungsunternehmen mit 20 Mitarbeitern in Istanbul. Grund für den Schritt: "Egal, ob die Prognosen von sieben bis acht Prozent Wachstum stimmen, oder nicht - sofern man die Türkei zu Europa zählen will, ist sie gemeinsam mit Russland das am stärksten wachsende Land", so M27-Geschäftsführer Jean-Luc Dautriat.

Er sieht sogar gegenüber Russland einen entscheidenden Vorteil: "In Russland ist es viel schwieriger, Geschäfte zu machen, Stichwort Mafia und unberechenbare Politik. In der Türkei ist das Risiko bei Weitem geringer." Selbst Rechtssicherheit ist laut Dautriat kein Problem.

Potenzial sieht er übrigens in so gut wie jedem Bereich - "vielleicht mit Ausnahme des Lebensmittelsektors, wo die Türken selbst wichtige Exporteure sind". Auch gebe es hier Zollstreitigkeiten mit der EU.

Infrastruktur

In der Infrastruktur und im Hochbau hingegen sei der Bedarf enorm. Dautriat: "Das Land hat 73 Millionen Einwohner und ist riesengroß. Aber die Bahninfrastruktur zum Beispiel ist bescheiden."

Laut Wirtschaftsdelegiertem Konstantin Bekos ein Grund, warum die türkische Bahn hier investieren will, "wir Ende März ein Symposium für österreichische Betriebe zu dem Thema veranstalten und die Voestalpine bereits ein Weichenwerk in der Türkei errichtet".

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