28.02.2012, 13:48

Mercator mit gemischten Prognosen 2012

Bild: WB/Peroutka

Umsatz rauf, Gewinn runter, so die Kurzfassung der Entwicklung, die die größte slowenische Handelskette für das laufende Jahr ortet.

Das Unternehmen plant für heuer ein Umsatzplus von mehr als 3 Prozent, womit der Umsatz erstmals über 3 Mrd. Euro liegen würde. Die Krise dürfte dennoch beim Gewinn spürbar sein, denn für 2012 erwartet Mercator einen weiteren Gewinnrückgang.
Bereits im Vorjahr hatte Mercator einen massiven Rückgang des Nettogewinns von 22,5 Prozent auf 23,5 Mio. Euro hinnehmen müssen. Heuer dürfte der Nettogewinn weiter einbrechen und bei rund 16 Mio. Euro zu liegen kommen, kündigte Mercator-Chef Ziga Debeljak laut Medienberichten am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Ljubljana an. Der Umsatz stieg 2011 um 5,3 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.

Debeljak zeigte sich mit den Vorjahresresultaten angesichts der schwierigen Wirtschaftslage zufrieden. "Trotz verschärfter Wirtschaftsbedingungen haben wir ein solides Wachstum verzeichnet", sagte er. Die Umsatzpläne für das Jahr 2012, das laut Debeljak das schwierigste seit dem Beginn der Wirtschaftskrise sein wird, bezeichnete er als ambitioniert.

Die Handelskette machte im Vorjahr 42 Prozent (1,1 Mrd. Euro) ihres Umsatzes im Ausland - Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Bulgarien und Albanien. Heuer soll dieser Anteil auf 44 Prozent gesteigert werden. Auf dem Balkan wurde im Vorjahr ein Umsatzplus von fast 14 Prozent verzeichnet, für 2012 rechnet man mit einem Umsatzwachstum von 8 Prozent.

Die Investitionen, die sich im Vorjahr auf insgesamt 122 Mio. Euro beliefen, sollen heuer auf 88 Mio. Euro zurückgeschraubt werden. Fast 70 Prozent aller Investitionen tätigte die Handelskette im Vorjahr auf dem Balkan. Die Zahl der Beschäftigten soll von fast 24.300 (Jahresende 2011) auf mehr als 24.900 steigen.

(APA)

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