29.02.2012, 00:32  von Wolfgang Tucek

Serben-Deal ermöglicht EU-Verträge mit Kosovo

Bild: beigestellt

EU-Erweiterung. Die Einigung zwischen Belgrad und Prishtina über den statusunabhängigen Namen "Kosovo" ermöglicht EU-Verträge

Brüssel/Prishtina. Die Einigung zwischen Belgrad und Prishtina über den statusunabhängigen Namen "Kosovo" für die regionale Kooperation ermöglicht laut Diplomaten auch künftige Vertragsbeziehungen der EU mit der ehemaligen südserbischen Provinz. Das sei bisher nicht möglich gewesen, weil die Union wegen der Nichtanerkennung des Kosovo durch Zypern, Griechenland, Spanien, die Slowakei und Rumänien in dieser Frage keine einheitliche Linie habe einnehmen können.

Gut für Investoren

So ist der Weg zumindest rechtlich frei für Visa- und Handelsverträge bis hin zum Stabilisierungsund Assoziierungsabkommen SAA, das als erster Schritt in Richtung EU-Beitritt gilt. Denn was Serbien akzeptiere, müssten auch EU-Staaten anerkennen, hieß es.

Positiv beurteilt Österreichs Wirtschaftsdelegierte Anita Bavdaz die Entwicklung: "Je sicherer die Beziehungen zur EU, desto besser für unsere Investoren. Das Interesse wird schneller ansteigen, als es sonst zu erwarten wäre", sagte sie zum WirtschaftsBlatt.

Kommentare

0 Kommentare