08.09.2012, 19:07  von APA

Slowenien braucht schnell eine halbe Milliarde

Sloweniens Finanzminister Janez Sustersic / Bild: EPA/Nicolas Bouvy

Slowenien. Finanzminister Sustersic braucht bis Jahresende eine halbe Milliarde Euro. Etliche Staatsbetriebe sollen privatisiert werden.

Ljubljana. Slowenien hat bis Jahresende einen Kapitalbedarf von 500 Millionen Euro. Dies sagte der slowenische Finanzminister Janez Sustersic der "Presse am Sonntag". Slowenien habe diesbezüglich "mehrere Alternativen" für den Fall, dass die geplante Ausgabe von Staatsanleihen scheitern sollte. "Wir können heimische Kredite aufnehmen oder T-Bills (Anleihen mit kurzer Laufzeit, Anm.) ausgeben", sagte er.

Der Politiker der rechtsliberalen "Bürgerliste" von Parlamentspräsident Gregor Virant schloss nicht aus, dass Slowenien um EU-Finanzhilfe wird ansuchen müssen, "aber wir werden alles tun, um dieses Szenario abzuwenden". Es gebe "viel Ungewissheit", da diese Frage nicht nur von der Umsetzung der geplanten Reformmaßnahmen abhänge, sondern auch "von der wirtschaftlichen Entwicklung, die nicht günstig scheint".

Öffentliche Warnung

Die jüngsten Pleite-Aussagen des konservativen Ministerpräsidenten Janez Jansa stellte Sustersic in den innenpolitischen Kontext. "Er gab eine Warnung an die slowenische Öffentlichkeit und die Innenpolitik ab, dass wir die geplanten Reformen ernst nehmen und schnell umsetzen müssen", kommentierte der Finanzminister die Aussage Jansas, wonach Slowenien schon im Oktober die Zahlungsunfähigkeit drohe. "Wenn wir morgen Finanzhilfe bräuchten, würden wir es vorher nicht im Fernsehen ankündigen", fügte Sustersic hinzu.

Sustersic kündigte zugleich eine umfassende Privatisierung von slowenischen Staatsbetrieben an. So müssten etwa die Fluglinie Adria Airways und das Finanzinstitut Nova Ljubljanska banka restrukturiert werden. "Doch auch bei Firmen, die in besserer Verfassung sind, gibt es keinen Grund, dass der Staat weiterhin Anteile hält: die Telekom, der große Versicherer Triglav oder die Ölfirma Petrol."

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

06:35

Kroatien-Wahl: Josipovic gegen Grabar Kitarovic am 11. Jänner

28.12.2014, 11:47

Erneut Panne im größten Atomkraftwerk der Ukraine

27.12.2014, 16:48

Weißrussischer Präsident besetzt zahlreiche Regierungsposten neu

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    1 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    Gast: Doe meint

    Ich brauch schnell a Million!

    verfasst am 09.09.2012, 09:36

    27.12.2014, 15:59

    Russland liefert Kohle und Strom ohne Vorkasse an die Ukraine

    Russland liefert nach eigenen Angaben Kohle und Strom ohne Vorkasse in die vor einem Staatsbankrott stehende Ukraine.

    27.12.2014, 15:17

    Ukraine: Gefangenenaustausch im Dunkel der Nacht + Video

    Im Ukraine-Konflikt haben sich die Regierung in Kiew und die prorussischen Rebellen auf den Austausch Hunderter Gefangener verständigt.

    27.12.2014, 12:21

    Krise lässt Putin keine Zeit für langen Neujahrsurlaub

    Wegen der schweren Krise in Russland fällt für den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Regierung der Urlaub an den Feiertagen Anfang Jänner diesmal kurz aus.

    27.12.2014, 08:24

    Rubel-Verfall: St. Petersburg rationiert U-Bahn-Münzen

    Panikkäufe der russischen Bevölkerung aufgrund des fallenden Rubels haben die Behörden von St. Petersburg zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gezwungen: Ausgerechnet in der Heimatstadt von Präsident Wladimir Putin wurde nun der Verkauf der U-Bahn-Münzen rationiert, weil die Einwohner sie seit Tagen horten wie anderswo Zucker oder Buchweizen.

    27.12.2014, 07:47

    Russland macht sich auf Konjunktureinbruch gefasst

    Die russische Regierung stellt sich wegen des rasanten Preisverfalls von Öl und Rubel auf eine Wirtschaftskrise ein. Finanzminister Anton Siluanow sagte am Freitag, die Wirtschaftsleistung könne nächstes Jahr um vier Prozent schrumpfen, sollte der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau von rund 60 Dollar pro Fass bleiben. Es wäre das erste Mal seit 2009, dass die russische Wirtschaft nicht wächst.

      Austrian Airlines
      von
      nach
      Hinflug
      Rückflug
      Personen

    Umfrage

    • Klagen und Gegenklagen in Sachen Hypo Alpe Adria - macht das Sinn?
    • Ja, man sollte nichts unversucht lassen.
    • Nein, das bringt nur noch Gerichtskosten.
    • Jetzt ist es zu spät dafür.
    • Das ganze Hypo-Desaster ist hoffnungslos.