09.09.2012, 09:08  von APA/dpa

Putin poltert gegen die EU

Wladimir Putin bei der APEC-Konferenz / Bild: EPA/Maxim Shipenkov

Energie. Der russische Präsident wirft der EU im Kartellverfahren gegen Gazprom Eigeninteressen und politische Motive vor.

Wladiwostok. Russlands Präsident Wladimir Putin hat das EU-Kartellverfahren gegen den russischen Staatskonzern Gazprom als "nicht konstruktiv" kritisiert. Er warf der EU vor, mit der juristischen Verfolgung des Moskauer Energiegiganten die momentanen Probleme in der Eurozone verdecken zu wollen. "Europa will politischen Einfluss zurückgewinnen, und wir müssen dafür zahlen", sagte Putin am Sonntag vor Journalisten in der ostrussischen Stadt Wladiwostok nach einem Treffen des Asien-Pazifik-Forums APEC.

Mit der Aufnahme osteuropäischer Staaten habe die EU sich verpflichtet, die neuen Mitglieder zu finanzieren. "Nun hat offenbar irgendwer in der EU-Kommission entschieden, dass ein Teil der Unterstützung wieder hereingeholt werden muss", meinte der russische Präsident.

Einen "Handelskrieg" zwischen Russland und der Europäischen Union schloss Putin allerdings aus. Die EU-Kommission wirft Gazprom vor, die Konkurrenz auszuschalten und die Gaspreise hochzutreiben. Der Monopolist gilt als wichtige außenpolitische Waffe des Kreml.

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

11.02.2016, 16:54

Erdogan droht mit Öffnung der Grenzen zur EU

10.02.2016, 21:08

Tadschikistan: Mithilfe der Seidenraupe aus der Krise

10.02.2016, 21:04

IWF droht mit Ende der Hilfen für Kiew

Kommentare

1 Kommentare


ob wir wohl eines Tages sogar froh sein werden,
wenn Putin der NWO den Gashahn zudreht ????

verfasst am 10.09.2012, 14:31

22:52

Merkel nennt Camerons Pläne für EU-Reform "nachvollziehbar"

Sie sei mit dem britischen Premier David Cameron einer Meinung, dass die EU deutlich mehr für Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz und Bürokratieabbau tun müsse, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Jeder Mitgliedsstaat müsse zudem in der Lage sein, seine Sozialsysteme gegen Missbrauch zu schützen.

22:33

16-Jähriger soll US-Geheimdienst ausspioniert haben

Ein 16-jähriger Teenager aus den englischen West Midlands soll sich Zugang zu Daten des US-Geheimdienstkoordinators James Clapper und anderer Geheimdienst-Größen verschafft haben.

21:27

Erstes Treffen seit 1054: Papst trifft Patriarchen

Erstmals nach fast 1000 Jahren sind der katholische Papst und der russisch-orthodoxe Patriarch zu einem Gespräch zusammengetroffen – und das auf einer Insel, die damals noch gar ncht entdeckt war.

20:48

ÖGB-Chef Erich Foglar: Einschränkung der EU-Personenfreizügigkeit unrealistisch

Eine Einschränkung der Möglichkeit für Arbeitnehmer, überall in der EU Arbeit annehmen zu können, ist für ÖGB-Präsident Erich Foglar "unrealistisch". Er ortet aber die Bevorzugung von ausländischen Unternehmen, die ihre Arbeitskräfte mitbringen.

20:17

EU und Andorra unterzeichnen Abkommen gegen Steuerflucht

Ab 2018 wollen beide Seiten automatisch Bankkonten-Informationen austauschen, haben die EU und der Pyrenäen-Staat Andorra vereinbart.

Umfrage

  • Wie bewerten Sie das österreichische Bildungssystem?
  • sehr gut
  • gut
  • befriedigend
  • genügend
  • nicht genügend

Die Redaktion empfiehlt