02.10.2012, 15:10  von APA/ekh

Bankgeheimnis in Bulgarien wackelt

Bild: (c) dpa/Daniel Kalker

Tauziehen. Nationalbank und Bankenverband warnen, das Parlament will die Lockerung des Bankgeheimnisses zur Geldwäsche-Bekämpfung durchsetzen.

Sofia. Die Bulgarische Nationalbank BNB und der Bankenverband (ABB) üben scharfe Kritik an geplanten Gesetzesänderungen, die den nationalen Ermittlungsbehörden bei Verdacht auf Geldwäsche zu weit reichende Befugnisse einräumen und das Bankgeheimnis bedrohen würden. Das berichtete die bulgarische Wirtschaftszeitung "Kapital" am Montag. Das Parlament will demnach gewährleisten, dass die Arbeit der Ermittlungsbehörde DANS durch das Bankgeheimnis nicht behindert wird.

Die Bedenken und Proteste der Banken werden auch von Versicherungen, Investoren und Wirtschaftsprüfern unterstützt, da sie es wären, die der geplanten Gesetzesnovelle zufolge verdächtige Transaktionen "beobachten" müssten.
In einem Schreiben an das Parlament äußerte Nationalbank-Gouverneur Iwan Isskorw schwere Bedenken gegen die Gesetzänderungen. Der Notenbank-Chef schlägt vor, den Fahndern nur in den Banken selbst Zugriff auf vertrauliche Informationen einzuräumen, die Weiterleitung oder das Kopieren von Daten jedoch zu untersagen.
Der Bankenverband wehrt sich grundsätzlich dagegen, das Bankgeheimnis zu brechen. Kritisiert werden von den Banken "unklare Formulierungen" im Gesetzesentwurf, etwa die Verpflichtung zur Beobachtung "verdächtig großer Transaktionen".

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

17:40

Großmacht-Träume mit dem Rubel

16:32

Putin: "Sanktionen werden Russland nicht aufhalten"

10:50

Panasonic schließt Werk in der Slowakei

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    01.10.2014, 16:08

    Gas, Krieg und Geldnot: Die Ukraine hat viele Probleme

    Seit Beginn des Ukraine-Konflikts ist fast ein Jahr vergangen. Fast täglich sterben trotz einer Waffenruhe in der Ostukraine weiter Menschen. Einige Fragen und Antworten zur Lage im Land.

    01.10.2014, 06:03

    Die moldauische Geldwaschmaschine

    Russische Schwarzgelder in Höhe von rund 20 Milliarden US-$ sollen über die Republik Moldau nach Lettland geflossen sein – das doppelte der moldauischen Wirtschaftsleistung.

    30.09.2014, 16:43

    Ukraine-Krise: EU sieht keinen Grund für Lockerung der Sanktionen gegen Russland

    Die Europäische Union sieht in der Ukraine-Krise zwar "ermutigende Entwicklungen im politischen Prozess", jedoch noch keinen Grund für eine Lockerung ihrer Sanktionen gegen Russland.

    29.09.2014, 19:57

    Trotz Waffenruhe Tote bei Kämpfen in der Ost-Ukraine – Russland leitet Strafverfahren wegen Völkermordes ein

    Ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe sind in der Ukraine nach Regierungsangaben sieben Soldaten von prorussischen Separatisten getötet worden. Die Separatisten haben unterdessen nach eigenen Angaben im Gebiet Donezk Gräber mit rund 400 Leichen entdeckt. Bei den meisten Toten handle es sich um Zivilisten.

    28.09.2014, 20:07

    Moldawien will 2015 EU-Beitrittsantrag stellen

    Die frühere Sowjetrepublik Moldau, das ärmste Land Europas, füht sich ab 2020 reif für die EU-Mitgliedschaft, sagt Außenministerin Natalia Gherman.

      Austrian Airlines
      von
      nach
      Hinflug
      Rückflug
      Personen

    Umfrage

    • Wie stehen Sie zu dem Handelsabkommen TTIP?
    • TTIP sollte abgeschlossen werden
    • Zustimmung nur nach Entschärfung riskanter Punkte
    • Generell dagegen