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09.10.2012, 16:04
Sofia/Wien. Die bulgarische Wettbewerbsbehörde (KZK) hat Untersuchungen gegen Mühlenbetreiber wegen Kartellverdachts eingeleitet, teilte die Behörde mit. Der Verdacht ergebe sich aus Dokumenten, die vergangene Woche bei einer Razzia beim Bund der Müller in Bulgarien beschlagnahmt worden sind. Namen nannte die Behörde keine, berichteten bulgarische Medien.
Dem bulgarischen Müller-Bund gehören die 30 größten Unternehmen der Branche an, Nummer eins ist "Sofia Mel AD“, die 2008 vom österreichischen Mühlenriesen Leipnik Lundenburger Invest (LLI) über seine damalige 100-Prozent-Tochter LLI Euromills GmbH (heute GoodMills Group GmbH) gekauft wurde, berichtete die bulgarische Wirtschaftszeitung „Kapital daily".
Die KZK vermutet, dass die Preise in der Wertschöpfungskette Korn-Mehl-Brot „ungleichmäßig“ erhöhen wurden, was auf ein mögliche Kartellabsprache deuten könnte. Dies werde nun untersucht. Die Vorsitzende des Müllerbundes, Sawina Wlachowa, meinte dagegen zur Zeitung, dass die Branche von einer Überproduktion und einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld gekennzeichnet sei, was keine Absprachen zulassen würde.
Nach Angaben der Wettbewerbshüter wurden in Bulgarien 2010 3,7 Millionen Tonnen Korn geerntet, davon wurden über 700.000 Tonnen exportiert.
(APA)
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