13.01.2013, 22:22  von Patrizia Reidl

Loxone trotzt hartem Umfeld in Tschechien

Bild: colourbox

Das Mühlvierter Unternehmen für Home Automation will seinen Wachstumskurs in Tschechien fortsetzen. Und das trotz harter Konkurrenz und Spardruck auf die Bevölkerung.

Wien/Budweis. Das oberösterreichische Unternehmen für Home Automation Loxone will das schnelle Wachstum in Tschechien fortführen. „Dafür brauchen wir mehr Mitarbeiter", sagt Milan Randl, Direktor bei Loxone für Tschechien und die Slowakei, zum WirtschaftsBlatt. Der derzeitige Mitarbeiterstand von sieben soll heuer auf zwölf aufgestockt werden.

Geplant ist außerdem die Verdoppelung des Umsatzes. Derzeit tragen Tschechien und die Slowakei zehn Prozent zum Gruppenumsatz bei. Dieser betrug 2012 konsolidiert 9,2 Millionen €. Auf der Agenda für heuer oder nächstes Jahr steht in Tschechien weiters der Bau einer eigenen Niederlassung. Der jetzige Tschechien-Standort wird seit 2012 gemietet.

F&E im Mühlviertel

Nur 100 Kilometer entfernt von der tschechischen Niederlassung, im Mühlviertler Kollerschlag, befindet sich das Hauptquartier von Loxone. Dort und in Gallneukirchen wird Software und Hardware für „Smart Homes" produziert sowie geforscht und entwickelt. In Österreich sind 45, ­
im Rest der Welt weitere 62 Mitarbeiter beschäftigt.
Kernprodukt ist ein Miniserver, mit dem verschiedene Bereiche im Haushalt gesteuert werden können, etwa Licht, Heizung, Sauna und Alarmanlage. Home Automation ist zwar nach wie vor eine Nische: In den USA sollen drei Prozent der Haushalte mit der Technologie ausgestattet sein; in Europa bzw. Österreich dürften es ähnlich viele sein. Doch die Nische ist eine stark aufstrebende: Immer mehr Unternehmen, etwa Stromproduzenten, drängen in den Markt.

Um sich durchzusetzen, muss ein kleiner Anbieter die Nase vorn haben. „Möglich macht es ein System, das beliebig erweiterbar ist und durch die Konfigurationssoftware auch vom Endnutzer selbst auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden kann", so die Unternehmenssprecherin.

Das Thema Konkurrenz kennt Randl auch in Tschechien. Dort gibt es lokale Konkurrenten, die schon länger am Markt sind und um Kunden buhlen. „Doch wir sind besser und günstiger", sagt Randl. Letzteres sei ein wichtiger Punkt in Tschechien, der Trend geht derzeit zum Sparen. Home Automation für einen 100 Quadratmeter großen Haushalt kostet 2000 €, für viele Leute zu teuer. „Für kleine Haushalte ist unsere Zeit noch nicht gekommen", sagt Randl. Loxone setzt daher auf Haushalte und vor allem Firmen über 200 Quadratmeter Fläche. „Dort ist das Niveau weiter gut", sagt Randl.

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

20.08.2014, 15:41

BauMax-Zahlen in Tschechien deutlich schlechter

20.08.2014, 13:14

Bulgarische Corpbank könnte von Wien aus gerettet werden

20.08.2014, 11:57

EU könnte slowenische Elan in die Pleite schicken

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    20.08.2014, 10:08

    Auf Russlands Pkw-Markt fahren die Hoffnungen Achterbahn

    Jeder fünfte Neuwagen in Russland trägt das Emblem eines deutschen Herstellers. Jetzt droht ein Einfuhrverbot für Fahrzeuge aus der EU und den USA.

    19.08.2014, 19:52

    Tschechien startet virtuelle Währung

    Die Pläne für eine eigene virtuelle Währung in Tschechien wurden in die Tat umgesetzt.

    19.08.2014, 15:37

    Ukraine: Europas Kornkammer befürchtet Ernteausfälle bei Getreide

    Die Ukraine befürchtet wegen der Kämpfe mit Separatisten und der russischen Eingliederung der Krim Einbußen bei der Getreide-Ernte.

    18.08.2014, 16:34

    Ukraine-Krise: Russland erwägt Importverbot für westliche Pkw

    Nach der nächsten Niederlage an der diplomatischen Front erwägt Moskau nun ein - Russland Importverbot für westliche Fahrzeuge. Entscheidung über neue Sanktionen noch nicht gefallen.

    18.08.2014, 10:43

    Steinmeier warnt vor Krieg zwischen Russland und der Ukraine – Treffen in Berlin endet ohne Kommentar + Video

    Ungeachtet neuerlicher Vermittlungsbemühungen des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier im Ukraine-Konflikt haben sich die Kämpfe in den Separatisten-Hochburgen Donezk und Luhansk verschärft. Prorussische Rebellen schossen am Sonntag einen Kampfjet über der Ostukraine ab.

      Austrian Airlines
      von
      nach
      Hinflug
      Rückflug
      Personen