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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 11:29
08.02.2013, 10:36 von Simone Brunner
Bratislava. Die slowakische Regierung unter Premier Robert Fico hat sich den Kampf gegen die Steuerhinterziehung auf die Fahnen geschrieben. Diese Woche wurde eine Liste mit 1400 Unternehmen veröffentlicht, die ihre Steuern nicht oder nur unzureichend bezahlen. Offiziell handelt es sich dabei um Unternehmen, bei denen Gründe für die Aufhebung der Mehrwertsteuer-Registrierung bestehen. Zum Vergleich: Insgesamt sind in der Slowakei rund 205.000 MwSt-Zahler registriert.
Die "Blacklist der Steuersünder" ist auf der Homepage der Finanzdirektion öffentlich zugänglich. Die Liste soll für mehr Transparenz unter Unternehmern sorgen: "Wenn man mit einem Unternehmen Geschäfte macht, das auf der Liste ist, dann können die Geschäftsleute dieses Unternehmen natürlich nicht als vertrauensvollen Partner einstufen", sagt Frantisek Imrecze, Präsident der Finanzadministration, zur Agentur SITA. Die Steuerschulden der genannten Unternehmen belaufen sich derzeit summa summarum auf rund 143 Millionen €,so SITA. Österreichische Unternehmen sind ersten Informationen zufolge nicht auf der Liste.
Im vergangenen Jahr wurde ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Entziehung der MwSt-Registrierung viel rigoroser regelt als bisher.
Unter Beobachtung
Imrecze zufolge arbeiten Finanzdirektion, Finanzministerium und Justizministerium derzeit weitere Maßnahmen aus, um die Risikoeinschätzung bei MwSt-Zahlern zu verbessern. So stünden neben jenen 1400 noch weitere 3000 Unternehmen unter Beobachtung. Die Liste soll monatlich aktualisiert werden, so der Chef der Steuerbehörde Daniel Cech.
(WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2013-02-08)
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