09.12.2014, 21:42

Shitstorm für Anna Netrebko: "Anna, gib deinen österreichischen Pass zurück!"

Die neurussische Fahne, mit der Anna Netrebko gemeinsam mit Separatistenführer Oleg Zarjow posierte, ist in der Ukraine nicht sehr populär / Bild: (c) APA/EPA/STRINGER (STRINGER)

Die Solidarisierung des Operstars Anna Netrebko mit russischen Separatisten in der Ost-Ukraine kommt bei ihren Fans im Netz nicht gut an. Aufforderungen wie "Sie sollten lieber beim Singen bleiben" gehören noch zu den harmloseren.

Ein Treffen von Opernstar Anna Netrebko (43) mit einem Separatistenführer aus der Ostukraine hat im Internet Entrüstung ausgelöst. Auf der Facebook-Seite der Sängerin war am Dienstag unter anderem "Schande über dich!" oder "Zieh doch ins Kriegsgebiet" zu lesen. Viele offenbar aus der Ukraine stammende Autoren der Kommentare schrieben von einer "riesigen Enttäuschung".

Netrebko hatte sich am Montag in St. Petersburg mit Oleg Zarjow gezeigt. Beide posierten auch mit der Fahne von "Neurussland" - mit diesem historischen Begriff bezeichnen die Separatisten in den Krisenregionen Donezk und Lugansk das von ihnen beanspruchte Gebiet.

"Anna, gib deinen österreichischen Pass zurück!" oder "Sie sollten lieber beim Singen bleiben" hieß es in weiteren Kommentaren. Oft wurde zum Boykott von Netrebko-Konzerten und -CDs aufgerufen.

Das österreichische Außenministerium hat den Auftritt von Netrebko als "absolut problematisch" kritisiert. "Denn dass derartige Fotos umgehend für Propagandazwecke missbraucht werden, ist klar", sagte ein Sprecher des Ministeriums dem Ö1-Mittagsjournal am Dienstag.

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines twitterte: "Wir distanzieren uns klar von extremen politischen Positionen und der Anwendung bewaffneter Gewalt." Die Diva war bis Ende November Werbepartner der Airline. Der Vertrag sei jedoch wie geplant ausgelaufen. Dies habe nichts mit der gegenwärtigen Diskussion zu tun, teilte das Unternehmen mit.

Netrebko tritt in den berühmtesten Opernhäusern der Welt auf. In einigen Kommentaren wurde die Sopranistin aber gelobt. "Danke aus Donezk, Anna!" und "Respekt für die mutige Tat", hieß es dort etwa.

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