04.02.2016, 07:38  von Marijana Miljković

Ungarische MOL fährt Produktion hoch

Bild: Alexandra Eizinger WB

Der ungarische Energiekonzern http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/steiermark/4803170/Roth-ubernimmt-MOLTankstellen-in-Osterreich?from=suche.intern.portal stellt sich auf Abschreibungen ein und konzentriert sich nunmehr auf vorhandene Assets.

Wien. Abschreibungen in Milliardenhöhe wegen des gefallenen Ölpreises beschäftigen nicht nur den heimischen Mineralölkonzern OMV (zuletzt 1,5 Milliarden €), sondern auch den osteuropäischen Mitbewerber MOL. Das ungarische Energieunternehmen wird nun ebenfalls Investitionen zurückschrauben und sich nach Angaben von Berislav Gaso, Leiter des operativen Geschäfts (COO) bei MOL, auf die Assets konzentrieren, die MOL hat. Zukäufe sind in diesem Jahr Gaso zufolge nicht geplant.
„Ich mag Barrel, aber noch mehr mag ich Dollar“, sagte Gaso in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Unternehmen, das in das Vereinigte Königreich und wie die OMV nach Norwegen expandierte, kann wegen des Ölpreises unter 30 US-$ pro Fass (Barrel) aus diesen Quellen nicht mit Profiten rechnen.
Im Gegensatz zur OMV jedoch, die sieben Milliarden € in Norwegen investieren muss, sind die Investitionskosten von MOL laut einem Unternehmenssprecher nicht hoch, da man nur ein Explorationsportfolio und kein Produktions- und Entwicklungsportfolio habe. MOL war durch den Erwerb des norwegischen Energieunternehmens Ithaka Petroleum im Frühjahr 2015 in den Norden expandiert.

Flop in Kurdistan

Jetzt werde die Produktion in Ungarn und Kroatien intensiviert, sagte Gaso. Die Ungarn haben Abschreibungen ihrer Assets in der Nordsee angekündigt sowie eines Erdölfelds in Kurdistan, das nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert hat. Der Buchwert von Letzterem betrug 440 Millionen $.
Die Produktion in Ungarn und Kroatien, wo das Tochterunternehmen INA den Markt dominiert, macht nach Angaben des COO 80 Prozent der Produktion aus. „Da kann man noch viel rausholen“, so Gaso. Der Output soll auch beim Ölfeld in Russland, das MOL gemeinsam mit Turkish Petroleum betreibt, gesteigert werden. MOL hatte sich zuletzt auch im Tankstellengeschäft und somit im Downstream-Segment breiter aufgestellt. Die Ungarn übernahmen in Slowenien die Tankstellen der italienischen Eni.

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