23.12.2012, 18:33

"Alle Welt will Sturmgewehre"

Bild: EPA (ERIK S LESSER)

Auch nach dem jüngsten Schulmassaker ist der Run auf automatische oder halbautomatische Waffen in den USA ungebrochen.

Washington/Newton. Waffenmessen in mehreren Bundesstaaten lockten am Wochenende unzählige Besucher an. An den Eingängen bildeten sich lange Schlangen und die Verkaufsstände waren dicht umlagert. Selbst höhere Preise schreckten die Kunden nicht ab. Manche Geschäfte waren sogar ausverkauft. Besonders gefragt waren Händlern zufolge Sturmgewehre vom Typ AR-15. Unter anderem eine solche Waffe aus dem Besitz seiner Mutter soll der Täter von Newtown benutzt haben, um 20 Grundschüler und sechs Erwachsene umzubringen. Präsident Barack Obama hatte nach dem Massaker im Bundesstaat Connecticut eine Verschärfung des Waffenrechts ins Gespräch gebracht, was die mächtige Lobby von der National Rifle Association (NRA) umgehend zurückwies.

"Alle Welt will Sturmgewehre", sagte die Waffenhändlerin Shirley Donley auf einer Messe im Bundesstaat Pennsylvania. Seit dem Amoklauf von Newtown habe sie davon 100 Stück abgesetzt. "Ich bin ausverkauft." Derartige Waffen können in schneller Folge feuern. Von 1994 bis 2004 waren der Verkauf bestimmter Sturmgewehre und von Magazinen mit mehr als zehn Schuss Munition nicht erlaubt. Unter Obamas Vorgänger George W. Bush lief das Verbot allerdings aus.

Seit dem Massaker von Newtown sind die Preise für Sturmgewehre geradezu explodiert. So berichtete ein Käufer, dass er für eine AR-15 mehr als 900 Dollar habe zahlen müssen. Vor einem Jahr seien dafür noch weniger als die Hälfte verlangt worden. Die meisten Modelle hätten 1500 Dollar und mehr gekostet. Einige der AR-15-Käufer hätten ihr verfassungsgemäßes Recht auf Waffenbesitz demonstrieren wollen, sagte ein Händler. Verkäufer wie Kunden stellten sich hinter den Vorschlag der Waffenlobby, vor den Schulen bewaffnete Posten einzusetzen. Die Die NRA hatte dies als bestes Mittel der Gewaltprävention bezeichnet. "Das einzige, was einen Bösewicht mit einer Waffe stoppt, ist ein guter Mensch mit einer Waffe", sagte NRA-Chef Wayne LaPierre, dessen Äußerungen auf harsche Kritik stießen.

(Reuters)

25.08.2016, 21:31

Türkei bombardiert Kurdenstellungen nahe Manbij in Syrien

25.08.2016, 16:37

iPhone-Hersteller Apple drohen in Europa Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe

25.08.2016, 16:17

Australier findet 4 Kilo-Goldklumpen im Wert von 170.000 Euro

Kommentare

0 Kommentare

25.08.2016, 15:41

Uber mit Milliardenverlust im ersten Halbjahr

Der Fahrdienst Uber hat einem Medienbericht zufolge im ersten Halbjahr einen Verlust von mindestens 1,27 Milliarden Dollar gemacht.

25.08.2016, 07:35

Nordkorea feiert Raketentest als "größten Erfolg"

Nordkorea macht Fortschritte bei U-Boot-Raketen. Schafften sie bisher 30 Kilometer, so flog die jüngst abgefeuerte immerhin schon 500 Kilometer. Raketentests sind dem Land freilich verboten.

24.08.2016, 18:57

Rebellen dringen in nordsyrische IS-Hochburg vor

Die meisten Kämpfer des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) hätten sich zurückgezogen oder ergeben, sagte ein Kommandant der Aufständischen

24.08.2016, 11:47

Operation "Schutzschild Euphrat": Türkische Panzer rücken nach Syrien ein

Die Türkei schickt Bodentruppen in den Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien. Mehrere Panzer hätten die Grenze überquert, hieß es am Mittwoch auch türkischen Militärkreisen.

23.08.2016, 20:01

Abgas-Skandal: VW verhandelt mit US-Bundesstaaten

Volkswagen will Klagen von US-Bundesstaaten wegen des Dieselskandals mit einem Vergleich beilegen.

CMS Logo

Umfrage

  • Warum gehen Väter seltener in Karenz als Frauen?
  • Karrierenachteile
  • Angst vor Imageverlust
  • Finanzielle Einbußen
  • Keinen Rückhalt vom Chef
  • Es gehen genug Männer in Karenz