01.01.2013, 09:05

Chinesische Industrie zum Jahresausklang robust

Bild: EPA (ADRIAN BRADSHAW)

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex zeigt, dass sich die chinesische Wirtschaft belebt hat.

Peking.  Die chinesische Industrie hat sich zum Jahresende robust entwickelt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex blieb im Dezember wie im Vormonat bei 50,6 Punkten, teilte das Statistikamt am Dienstag in Peking mit. Das Barometer hielt sich damit über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.

   Experten hatten zwar mit einem etwas stärkeren Abschneiden gerechnet. Doch die Daten belegen, dass sich die chinesische Wirtschaft im vierten Quartal wieder etwas belebt haben dürfte. Eine ähnliche Umfrage der Großbank HSBC ergab, dass sich der Sektor sogar so stark entwickelte wie seit Mai 2011 nicht mehr. Experten erwarten nun, dass die Industrie auch gut ins neue Jahr startet.

   Der HSBC-Einkaufsmanagerindex stieg im Dezember nach endgültigen Daten vom Montag auf 51,5 Punkte. Vorläufig war lediglich ein Stand von 50,9 Prozent errechnet worden. Das Barometer bleibt damit den zweiten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten. Im November ergab die Umfrage einen Stand von 50,5 Punkten.

   Die Umfragen liegen im Einklang mit anderen Daten, die zuletzt auf einen Aufschwung in der Volksrepublik hindeuteten. Im dritten Quartal hatte sich das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft noch auf 7,4 Prozent abgekühlt - der siebte Rückgang in Folge, nun rechnen Experten jedoch wieder mit einem Plus zum Vorquartal. Nach Einschätzung des HSBC-Chefökonomen für China, Hongbin Qu, werden dazu auch eine Stabilisierung des Immobilienmarktes und Infrastruktur-Projekte beitragen.

   Trotz der erwarteten, leichten Beschleunigung im Schlussquartal steuert China 2012 mit rund siebeneinhalb Prozent auf sein schwächstes Wachstum seit 1999 zu. Europas Schuldenkrise und die schlappe US-Konjunktur haben das Wachstum des Exportweltmeisters belastet. 2011 war die chinesische Wirtschaft noch um mehr als neun Prozent gewachsen.

(Reuters)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

16:53

Janet Yellen statt Ben Bernanke?

09:53

Notstand nach Tornado-Katastrophe in den USA

07:38

Gipfeltreffen Washington-Peking im Juni

WERBUNG

Kommentare

0 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

07:02

Apple verteidigt Steuertricks vor US-Senat

Steuervermeidung. Im Vorfeld der am Dienstag stattfindenden Anhörung von Apple-Boss Tim Cook hat der Senats-Ausschuss ein 40-seitiges Dokument mit Fakten veröffentlicht.

20.05.2013, 22:13

EU muss sich auf USA zubewegen

Pascal Saint-Amans im Gespräch über allfällige Konsequenzen für Österreich, warum sich die EU bewegen muss und über Fatca als möglichen Standard der Zukunft.

20.05.2013, 13:01

Asiaten schicken viel Geld in Heimatländer

Gastarbeiter. Rund 202 Milliarden Euro wurden von Asiaten nach Hause geschickt - damit machen sie 60 Prozent dieser Überweisungen aus.

20.05.2013, 11:38

Größter Staudamm der Welt entsteht am Kongo

Energie. Ab 2015 soll das größte Wasserkraftwerk der Welt entstehen. Mit 40.000 MW Nennleistung wird es doppelt so stark sein wie der Drei-Schluchten-Staudamm in China.

19.05.2013, 14:13

China und Indien rücken näher zusammen

Politik. Der neue chinesische Ministerpräsident Li Keqiang tritt seine erste Auslandsreise an: Mit Indien möchte man wirtschaftlich kooperieren und den Grenzkonflikt im Himalaya lösen.

Umfrage

  • Wo kaufen Sie Ihre Lebensmittel am liebsten ein?
  • Nahversorger
  • Supermarkt
  • Einkaufszentrum
  • Internet

Die Redaktion empfiehlt