03.01.2013, 18:47

Milliarden-Papiere bei Banker-Razzia in Indien gefunden

Bild: (c) Santhosh Kumar

Skandal. Wertpapiere im Wert von über fünf Milliarden Dollar wurden gefunden, mit dem Geld wurde eine Lizenz für eine Ölraffinerie beantragt. Nun wird wegen Finanzbetrugs ermittelt.

Chennai. Milliardenschwere Wertpapiere in Händen eines einzelnen Bankers haben in Indien die Behörden alarmiert. Die Steuerermittler untersuchen einen möglichen Finanzbetrug, nachdem sie bei einem Händler auf die britische Großbank Barclays laufende Wechsel über insgesamt fünf Milliarden Dollar (3,86 Mrd. Euro) beschlagnahmten.

Ein Vertreter der Ermittler teilte am Donnerstag mit, während einer Razzia bereits am Montag hätten die Behörden fünf Wechsel im Wert von jeweils einer Milliarde Dollar im Hause des Bankers sichergestellt. Der Händler habe mit dem Geld eine Lizenz für die Errichtung einer Ölraffinerie im Bundesstaat Tamil Nadi beantragt. "Wir prüfen den Vorfall derzeit, da die Möglichkeit eines Betrugs wegen des hohen Werts vorliegt", fügte der Behördenvertreter hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Wechsel wurden am 25. Februar 2011 ausgestellt und werden im Februar 2015 fällig, wie aus einer Kopie der Papiere hervorgeht, die Reuters vorlag. Der geschäftsführende Direktor der Steuerbehörde lehnte eine Stellungnahme ab. Die Behörden fragten dem Vertreter zufolge bereits bei Barclays an. Zudem sei der Reisepass des Bankers konfisziert worden. Er sei für Freitag für eine Befragung einbestellt worden. Weder von dem Händler noch von Barclays war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten.

(APA/Reuters)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

31.10.2014, 18:16

Wer vom billigen Öl profitiert

31.10.2014, 17:53

Argentinien taumelt in die nächste Finanzierungskrise

31.10.2014, 15:42

US-Verbraucher bleiben in Kauflaune

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    31.10.2014, 13:40

    China: Gangster, Gold und Geltungsdrang

    China hat sein Ziel, seine Währung als gleichberechtigte Weltwährung zu etablieren, fast schon erreicht. Aber es gibt Rückschläge.

    31.10.2014, 12:08

    Solarworld baut Fertigung in USA aus

    Am Solarworld-Produktionsstandort in Hillsboro soll die Solarmodul-Fertigung von 380 Megawatt auf 530 Megawatt erweitert werden, mit einer Option auf 630 Megawatt.

    30.10.2014, 18:11

    Der gefährliche Schattenbanken-Sektor ist weltweit kleiner als gedacht

    Schattenbanken - Hedge- und Geldmarktfonds oder andere undurchsichtige Finanzvehikel - sind längst als Gefahr für die globale Finanzstabilität identifiziert. Ihr Volumen ist allerdings deutlich geringer als vermutet. Und ihr Wachstum ebenfalls.

    30.10.2014, 15:35

    Ende des Billiggelds: „Noch nie Erfahrungen mit vergleichbarer Situation“

    Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hält ein reibungsloses Ende der ultralockeren Geldpolitik für unwahrscheinlich.

    30.10.2014, 14:10

    China zückt die Karte – die Kreditkarte

    Während Russland seinen Markt für westliche Kreditkarten möglichst dicht machen will, hat China nun – vage, aber doch – Liberalisierungen im Bereich der Kreditkartenabrechnungssystem angekündigt.

    CMS Logo

    Umfrage

    • Wie stehen Sie zu dem Handelsabkommen TTIP?
    • TTIP sollte abgeschlossen werden
    • Zustimmung nur nach Entschärfung riskanter Punkte
    • Generell dagegen