19.01.2013, 10:24

HSBC büßt für fehlerhafte Hauspfändungen in den USA

HSBC muss US-Hausbauer entschädigen / Bild: EPA (JUSTIN LANE)

Pfusch. Die britische Großbank schloss Millionen-Vergleich mit US-Notenbank Fed und Aufsichtsbehörde OCC. Sie ist die 13. Bank, die bei Hauspfändungen in den USA gepfuscht hat.

London/Washington. Die britische Großbank HSBC muss als dreizehnte Finanzfirma in den USA für Pfusch bei der Pfändung von Eigenheimen büßen. Mehr als 112.000 geschädigte Hausbesitzer dürfen sich nun über Bares und finanzielle Erleichterungen bei laufenden Kreditverträgen im Volumen von insgesamt 249 Millionen Dollar (186,88 Mio. Euro) freuen. Die HSBC schloss einen entsprechenden Vergleich mit der US-Notenbank Fed und der Aufsichtsbehörde OCC.

Die Fed gab den Vergleich am Freitag in Washington bekannt, nachdem zuvor schon gut neun Milliarden Dollar durch entsprechende Abmachungen mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs, der Citigroup oder der Bank of America in den Topf gelangten. Zusammengenommen sollen annähernd 4,2 Millionen Geschädigte davon profitieren.

Fragwürdie Methoden

Die Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen im Kreuzfeuer der Kritik. Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen US-Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben. Sie konnten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen. Viele Schuldner landeten dabei zu Unrecht auf der Straße, wie die Bankenregulierer sagen.

Robo-Signing

Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies "roboterhaftes Unterschreiben". Gemeint ist damit, dass sich überlastete Sachbearbeiter angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellten.

Dabei haben die Banken die Kredite nicht unbedingt selbst vergeben, manche fungierten als Dienstleister - sogenannte Loan Servicer - für andere Kreditinstitute.

 

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

Fed

Aufsichtsbehörde OCC - Office of the Comptroller of the Currency

13.02.2016, 18:04

Russland schickt weiteres Kriegsschiff vor die syrische Küste

Kommentare

0 Kommentare

13.02.2016, 14:43

Russischer Oligarch steigt bei Uber ein

Milliardär Michail Fridman macht 200 Millionen Dollar für den Fahrdienst-Vermittler Uber locker.

13.02.2016, 11:38

Chinas Staatschef fürchtet sich vor einem Komplott

Erstmals seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping öffentlich enthüllt, wie sich seine Rivalen gegen ihn verschworen haben.

13.02.2016, 11:14

Ökonomen zweifeln an Indiens Wachstumzahlen

Statt wie offiziell erklärt bei 7,4 Prozent dürfte das Wachstum der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens in diesem Finanzjahr eher bei etwa 5 Prozent liegen, sagt Wirtschaftswissenschaftler Rajiv Kumar.

13.02.2016, 09:14

Erstes Treffen seit 1054: Papst trifft Patriarchen

Erstmals nach fast 1000 Jahren sind der katholische Papst und der russisch-orthodoxe Patriarch zu einem Gespräch zusammengetroffen – und das auf einer Insel, die damals noch gar ncht entdeckt war.

CMS Logo

Umfrage

  • Wie bewerten Sie das österreichische Bildungssystem?
  • sehr gut
  • gut
  • befriedigend
  • genügend
  • nicht genügend

Die Redaktion empfiehlt