19.01.2013, 12:14

VW-Nobelmarke Bentley trotz Krise auf Überholspur

Bild: EPA (MARTIAL TREZZINI)

Absatz. Bentley will den Absatz in Europa trotz Krise steigern. In China betrug 2012 das Wachstum 23 Prozent.

Berlin/Wolfsburg. Bentley-Chef Wolfgang Schreiber sieht trotz der derzeitigen Marktkrise Chancen für die britische VW-Nobelmarke, ihren Absatz auch in Europa zu steigern. "In Großbritannien haben wir einen Marktanteil von etwa einem Drittel, im restlichen Europa weniger als zwölf Prozent. Da ist noch Luft nach oben", sagte Schreiber der Zeitung "Welt" (Samstags-Ausgabe). "Ich schreibe Europa nicht ab."

Angesichts der Schuldenkrise war der Autoabsatz in der EU im vergangenen Jahr drastisch gesunken. Dies betraf vor allem südeuropäische Länder und Massenhersteller wie PSA, Renault, Fiat und Opel. Bentley dagegen konnte im vergangenen Jahr auf dem europäischen Kontinent, also ohne Großbritannien, zwölf Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen, in Deutschland drei Prozent. In China lag das Wachstum allerdings bei 23 Prozent. "Das zeigt mir, bei allen sicherlich existierenden Unsicherheiten, was möglich ist", sagte Schreiber dem Blatt.

Verdoppelung bis 2018

Insgesamt hatte Bentley 2012 weltweit 8510 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Die Marke hatte angekündigt, den Absatz bis zum Jahr 2018 auf 15.000 verdoppeln zu wollen. "Für dieses Jahr bin ich sehr zuversichtlich, dass unsere Verkaufszahlen wieder im zweistelligen Prozentbereich wachsen werden", sagte Schreiber, der zuvor Chef der Marke VW Nutzfahrzeuge war. Außerdem solle das Vertriebsnetz ausgebaut werden.

 

(APA/dpa)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

17:19

Atomgespräche in Wien - Lösung mit dem Iran noch "nie näher" gewesen

16:44

IS: Türkische Soldaten bilden kurdische Peschmerga-Kämpfer aus

13:00

Doppelmayr Cable Liner in Kalifornien eröffnet

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    08:34

    USA planen erweiterten Militäreinsatz in Afghanistan

    Die USA wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge auch nach dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes im kommenden Jahr stärker militärisch in Afghanistan engagieren als ursprünglich geplant.

    21.11.2014, 21:20

    China: Die Schiefergas-Revolution hat Verspätung

    Jetzt hat China auch offiziell reagiert: Das geplante Produktionsziel für Schiefergas wurde auf „mehr als 30 Milliarden Kubikmeter“ zurückgenommen. Bisher waren für 2020 stolze 100 Milliarden Kubikmeter in den Plänen gestanden. Die Schiefergas-Revolution, die seit drei Jahren laufen sollte, hat bisher nicht stattgefunden.

    21.11.2014, 13:08

    Shinzo Abe setzt Neuwahl in Japan am 14. Dezember an

    Nach nur zwei Jahren ruft Japans Ministerpräsident Shinzo Abe die Bürger in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vorzeitig zu den Wahlurnen. Umfragen zufolge kann der Regierungschef am 14. Dezember mit seiner Wiederwahl rechnen.

    21.11.2014, 10:55

    Myanmar: Ein Dschungelstaat öffnet sich

    Immer mehr Unternehmen drängen nach Myanmar. Die Geschäftschancen sind so vielfältig, wie in kaum einem anderen Land. Auch österreichische Firmen sind an Bord. Eine gute Vorbereitung und lokale Partner sind essenziell.

    21.11.2014, 10:21

    Fahrdienst Uber engagiert "Datenschutzteam"

    Der US-Fahrdienstanbieter Uber ist nach Drohungen von Vize-Chef Emil Michael, missliebige Journalisten auszuspionieren, um Schadensbegrenzung bemüht.

    CMS Logo

    Umfrage

    • Wie stehen Sie zu dem Handelsabkommen TTIP?
    • TTIP sollte abgeschlossen werden
    • Zustimmung nur nach Entschärfung riskanter Punkte
    • Generell dagegen