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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 10:00
19.01.2013, 12:14
Berlin/Wolfsburg. Bentley-Chef Wolfgang Schreiber sieht trotz der derzeitigen Marktkrise Chancen für die britische VW-Nobelmarke, ihren Absatz auch in Europa zu steigern. "In Großbritannien haben wir einen Marktanteil von etwa einem Drittel, im restlichen Europa weniger als zwölf Prozent. Da ist noch Luft nach oben", sagte Schreiber der Zeitung "Welt" (Samstags-Ausgabe). "Ich schreibe Europa nicht ab."
Angesichts der Schuldenkrise war der Autoabsatz in der EU im vergangenen Jahr drastisch gesunken. Dies betraf vor allem südeuropäische Länder und Massenhersteller wie PSA, Renault, Fiat und Opel. Bentley dagegen konnte im vergangenen Jahr auf dem europäischen Kontinent, also ohne Großbritannien, zwölf Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen, in Deutschland drei Prozent. In China lag das Wachstum allerdings bei 23 Prozent. "Das zeigt mir, bei allen sicherlich existierenden Unsicherheiten, was möglich ist", sagte Schreiber dem Blatt.
Verdoppelung bis 2018
Insgesamt hatte Bentley 2012 weltweit 8510 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Die Marke hatte angekündigt, den Absatz bis zum Jahr 2018 auf 15.000 verdoppeln zu wollen. "Für dieses Jahr bin ich sehr zuversichtlich, dass unsere Verkaufszahlen wieder im zweistelligen Prozentbereich wachsen werden", sagte Schreiber, der zuvor Chef der Marke VW Nutzfahrzeuge war. Außerdem solle das Vertriebsnetz ausgebaut werden.
(APA/dpa)
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