10.02.2013, 07:54

Lage an US-Ostküste beruhigt sich langsam

Bild: (c) EPA (DOMINICK REUTER)

Der Wintersturm Nemo hat im Nordosten der USA mehrere Todesopfer gefordert und schwere Behinderungen verursacht.

New York.  Nach dem schweren Wintersturm beruhigt sich die Lage an der US-Ostküste allmählich. Fahrverbote für Privatautos wurden am Samstag (Ortszeit) aufgehoben, der Flugverkehr in der Metropole New York wieder aufgenommen. Die Zahl der Toten im Nordosten der USA stieg Medienberichten zufolge auf zehn. Etwa 700.000 Haushalte in neun US-Bundesstaaten mussten nach Angaben der Versorger ohne Strom auskommen.

   Nach der Streichung tausender Flüge in New York lief der Flugverkehr in der Millionenmetropole langsam wieder an. Am Morgen seien die ersten Flieger auf den New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und LaGuardia gelandet, teilten die zuständigen Flughafenbehörden der Bundesstaaten New York und New Jersey mit. Für Samstag seien allerdings weitere rund 1.200 Flüge von und nach New York abgesagt worden, berichtete die auf Flugverkehr spezialisierte Website FlightAware.com. In ganz Neuengland gab es insgesamt etwa 2.000 Flugstreichungen. Auch der Flughafen von Boston war beeinträchtigt.

   Der Bahnbetreiber Amtrak gab bekannt, dass der Zugverkehr zwischen New York und der Hauptstadt Washington wieder aufgenommen wurde. Die Strecke zwischen New York und Boston bleibe jedoch noch bis Sonntag gesperrt. In den Bundesstaaten Connecticut und Massachusetts hoben die Behörden ein Fahrverbot für Privatautos auf. Der Gouverneur von Connecticut, Dannel Malloy, appellierte an die Bewohner, trotzdem zuhause zu bleiben. Die Räumfahrzeuge müssten Gelegenheit bekommen, die Straßen freizumachen.

   Zuvor waren mehrere Menschen im Straßenverkehr zu Tode gekommen. Ein elfähriger Junge und ein 20-jähriger Mann starben in Boston an Kohlenmonoxidvergiftungen, weil sie sich in Autos wärmen wollten, deren Auspuffe mit Schnee verstopft waren. Bei Autounfällen auf eisglatten Straßen kamen in New Hampshire, Connecticut und New York drei Menschen ums Leben.

   In Danbury in Connecticut rutschte ein Mann auf seiner verschneiten Veranda aus und wurde tot gefunden. Im Bundesstaat New York verunglückte ein Mann tödlich bei einem Unfall mit seiner Räummaschine. Zwei weitere Menschen in Connecticut starben ebenfalls beim Schneeräumen und ein Mann wurde tot unter einem Haufen Schnee vor seinem Haus gefunden.

   Wintersturm "Nemo", der vor allem am Freitag und in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) gewütet hatte, zog inzwischen in Richtung Norden nach Kanada weiter und verursachte auch dort Stromausfälle und Probleme im Flugverkehr. Betroffen waren die Provinzen Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island. Dort wurden 30 bis 40 Zentimeter Schnee erwartet sowie Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. In Nova Scotia fiel in 5.000 Haushalten der Strom aus. Am Flughafen von Halifax wurden zahlreiche Flüge abgesagt. Die Behörden bereiteten sich zudem in den Küstengebieten auf mögliche Überschwemmungen vor.

(APA/dpa)

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